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Weko prüft Fusion von Orange und Sunrise

Bern - Die Wettbewerbskommission (Weko) nimmt wie erwartet die Übernahme von Sunrise durch Orange genauer unter die Lupe. Die Weko hat Anhaltspunkte, dass nach dieser Flurbereinigung im Telekom-Markt Orange und Swisscom eine marktbeherrschende Stellung einnehmen könnten.

fkl / Quelle: sda / Montag, 28. Dezember 2009 / 11:32 h

Die Weko will den geplanten Zusammenschluss zwischen der France-Télécom-Tochter Orange und der dänischen TDC-Tochter Sunrise nicht einfach durchwinken. Die Fusion werde vertieft geprüft, teilte die Weko mit.

Ende November hatte France Télécom angekündigt, dass sie Sunrise übernehmen und mit Orange zusammenlegen will. Damit entsteht eine neue starke Nr. 2 mit einem Marktanteil von gegen 40 Prozent hinter Marktführerin Swisscom. Statt der bislang drei Hauptakteure im Schweizer Mobilfunkmarkt wird es künftig noch zwei konkurrierende Netzbetreiber geben.

Genau diesem Umstand widmet die Weko nun ihre Aufmerksamkeit: Sie will die Folgen dieser Konzentration für den Markt genauer prüfen. Dabei werde auch untersucht, ob allenfalls eine kollektiv marktbeherrschende Stellung zusammen mit der Swisscom entstehen kann. Die Prüfung erfolge innerhalb der gesetzlichen Frist von vier Monaten, teilte die Weko weiter mit.

Marktanteil verdoppelt sich

Die Orange-Mutter France Télécom zahlt 1,5 Mrd. Euro an die dänische Sunrise-Besitzerin TDC und erhält dafür an der neuen Gesellschaft einen Mehrheitsanteil von 75 Prozent.



Orange und Sunrise fusionieren. /

TDC selber bleibt mit 25 Prozent beteiligt.

Das neue Unternehmen wird nach Angaben von Orange 3,4 Mio. Mobilfunkkunden und 1,1 Mio. Festnetzkunden haben. Auf einen Schlag verdoppelt sich damit der Marktanteil von Orange im Mobilfunk auf 38 Prozent. Im Festnetz wird ein Anteil von 18 Prozent erreicht, während man beim Breitbandinternet 13 Prozent des Marktes hält.

Im letzten Jahr hätten beide Firmen zusammen einen Umsatz von 3,1 Mrd. Fr. und einen Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) von 809 Mio. Fr. erzielt.

 


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