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WWF fordert Verbot für hormonaktiven StoffZürich - Der WWF Schweiz fordert ein Verbot für den hormonaktiven Stoff Bisphenol A. Recherchen von Schweizer Radio DRS hätten gezeigt, dass sich Rückstände des Stoffes in Recycling-Papier befänden, schreibt der WWF in einer Mitteilung.zel / Quelle: sda / Dienstag, 26. Januar 2010 / 09:20 h
Bisphenol A (BPA) stehe im Verdacht, gesundheits- und erbgutschädigend zu sein. Der Stoff sei gemäss einem Bericht des Radio-Konsummagazins «Espresso» auch in Kassencoupons, Faxpapieren oder Automatenzetteln gefunden worden. BPA müsse so schnell wie möglich verboten werden, damit Recycling-Papier weiterhin ohne Bedenken eingesetzt werden könne, fordert der WWF.
BPA komme bei so genannten Thermopapieren zum Einsatz. Über solche Papiere gelange der Stoff in die Produktionskette von Recycling-Toilettenpapier. Es herauszufiltern sei zur Zeit unmöglich.
Via WC-Papier durch die Kanalisation in die Gewässer Via das WC-Papier gelange der Stoff schliesslich in die Kanalisation und von dort in die Gewässer. BPA werde verdächtigt, die Fortpflanzung von Fischen und anderen Wasserlebewesen zu gefährden. Der WWF will nun beim Bundesamt für Umwelt ein Bisphenol A. Verbot verlangen. (Symbolbild für WWF) /
![]() Der WWF will nun beim Bundesamt für Umwelt ein BPA-Verbot verlangen. Zumindest müsse der Gebrauch des Stoffes stark eingeschränkt werden. Die Umweltorganisation will zudem nach eigenen Angaben das Thema in die Frühlingssession des Parlaments in Bern einbringen. In welcher Form, wurde nicht mitgeteilt. Spuren der Substanz in Lebensmittel BPA kommt nicht nur bei der Herstellung von Papier zur Anwendung, sondern auch bei der Fabrikation von Verpackungen und Gefässen aus Kunststoff. So finden sich Rückstände in Auskleidungen von Konserven- und Getränkedosen. Deshalb befinden sich auch Spuren der Substanz in Lebensmitteln. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat im vergangenen Februar ein so genanntes Faktenblatt zu BPA aufgelegt. Es kommt zum Schluss, dass die Einnahme von Bisphenol A durch Lebensmittel kein Risiko für den Konsumenten darstelle.
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