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Präsident gewinnt Wahl - Gegner anerkennt Sieg nicht

Colombo - Sri Lankas amtierender Staatschef Mahinda Rajapakse hat die Präsidentschaftswahl in dem südasiatischen Inselstaat mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Sein Herausforderer Sarath Fonseka sprach von Betrug und kündigte an, das Ergebnis vor Gericht anzufechten.

tri / Quelle: sda / Mittwoch, 27. Januar 2010 / 07:04 h

Er warf dem Regierungslager «Manipulationen» bei der Wahl und bei der anschliessenden Stimmenauszählung vor. Auch der Wahlkampf sei durch die direkte Einflussnahme etwa auf die Medien zu seinen Ungunsten entschieden worden. Laut der Wahlkommission entfielen auf Rajapakse 57,9 Prozent Stimmen. Der frühere Armeechef Fonseka kam demnach auf 40,2 Prozent.

Noch während der Stimmauszählung umstellten rund 100 schwerbewaffnete Soldaten das Luxushotel in Colombo, in dem Fonseka und führende Oppositionspolitiker auf das Ergebnis warteten.



Die Armee umstellte das Hotel, in dem sich der Herausforderer Fonseka aufhält. (Symbolbild) /

Ein Armeesprecher sagte, es gebe Hinweis darauf, dass sich unter dessen Anhängern bewaffnete Ex-Militärs befinden sollen. Keine Festnahme

«Wir wollen überprüfen, ob diese Leute Probleme machen wollen.» Es sei jedoch nicht geplant, Fonseka festzunehmen. Die Regierung hatte dem Ex-General zu einem früheren Zeitpunkt vorgeworfen, er halte sich eine aus Deserteuren bestehende Privatmiliz - dieser hatte stets dementiert. Fonseka sprach von einem Mordkomplott der Regierung gegen ihn, sein Sprecher Mano Ganeshan sagte, der ehemalige Vier-Sterne-General wolle Indien um Schutz bitten. 14 Millionen Wahlberechtigte Acht Monate nach dem Ende des jahrzehntelangen Bürgerkriegs waren insgesamt 14 Millionen Wahlberechtigte am Dienstag dazu aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu bestimmen. Die Beteiligung lag nach Angaben der Wahlkommission bei mehr als 70 Prozent.

Vor allem die Wahlbezirke in den von der singhalesischen Bevölkerungsmehrheit dominierten Landesteilen im Süden der Insel habe Rajapakse mit zum Teil deutlichem Vorsprung für sich entschieden, hiess es. Im vorwiegend von Tamilen bewohnten Osten und Norden habe Fonseka besser abgeschnitten.


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