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Schweiz erlebt kältesten Januar seit 23 Jahren

Bern - Laut MeteoSchweiz erlebte die Schweiz den kältesten Januar seit 23 Jahren. Zwar wurden keine extrem tiefen Werte gemessen; die Temperaturen blieben aber während eines grossen Teils des Monats unterdurchschnittlich.

sl / Quelle: sda / Montag, 1. Februar 2010 / 19:56 h

Auch der Schneefall war diesen Januar aussergewöhnlich. Vor allem in den östlichen Teilen des Flachlandes schneite es ungewöhnlich häufig. Die Messstation der MeteoSchweiz in Zürich registrierte 16 Tage mit Neuschnee. Das ist der bisherige Rekord. In Basel lag im Januar an 11 Tagen eine Neuschneedecke. Dies ist der zweithöchste Wert seit Messbeginn im Jahr 1931.

Kältester Morgen des Winters

Zuvor meldeten Meteorologen, den kältesten Morgen des Winters. Den tiefsten Wert registrierte mit -35,6 Grad einmal mehr La Brévine im Neuenburger Jura.



Rekord: Die Messstation der MeteoSchweiz in Zürich registrierte 16 Tage mit Neuschnee. /

Der Ort in einem abgeschlossenen Hochtal auf gut 1000 Metern über Meer erreicht im Winter nicht selten Temperaturen um die -30 Grad, was ihm dem Namen «Sibirien der Schweiz» eintrug. Aber auch in der übrigen Schweiz war es am Montagmorgen bitter kalt: Im Grossraum Bern wurden Temperaturen um -15 Grad gemessen. Derart eisig war es dort in diesem Winter noch nicht. Visp im Wallis verzeichnete nach Angaben von MeteoNews -18,1 Grad, Glarus -11 Grad und die Stadt Luzern immerhin noch -10,4 Grad.

Kalte Wintersportorte

Auch die Wintersportler in den Bergen mussten sich auf einen eisigen Tag einstellen. Im Berner Oberland wurden verbreitet -20 Grad gemessen. In Lenzerheide GR sank die Temperatur nach Angaben von Meteomedia auf -25,6 Grad, in Celerina im Oberengadin auf -25,3 Grad. Die Ursache für die extreme Kälte war eine Kombination von mehreren Faktoren, wie SF Meteo mitteilte. Einerseits floss am Wochenende aus Norden eisige Höhenluft in die Schweiz. Anderseits lösten sich die Wolken in der Nacht wegen eines Zwischenhochs auf.

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