Das Team besteht aus 88 Männern und 58 Frauen. 89 Athleten werden im olympischen Dorf der Stadt Vancouver stationiert sein. Headcoach Gian Gilli ist zuversichtlich: «Wir werden ein starkes, ambitiöses Team haben, das für die Schweiz grosse Ehre einlegen kann. Viele Aktive haben eine hervorragende Saison hinter sich.»
Der Optimismus kann angesichts der Leistungen von Didier Cuche, Carlo Janka, Simon Ammann, der Bobfahrer, Curler und Snowboarder tatsächlich gross sein.
Skispringer Simon Ammann wird bei Olympia auch am Start sein. /


Auf eine konkrete Prognose bezüglich der Anzahl Medaillen mag sich der erfahrene Sportfuchs hingegen nicht einlassen: «Mein Ziel sind nicht in erster Linie Medaillen. Ich möchte, dass so viele Athleten wie möglich ihr Potenzial am bestimmten Tag voll ausschöpfen.» Grundsätzlich hält er aber fest: «Für zehn bis zwölf Medaillen würde ich unterschreiben, aber das Team hat Potenzial für viel mehr.»
Die Leistungskultur, die sich in den letzten Jahren immer mehr entwickelt hatte, wurde nun noch weiter ausgeprägt. In allen Disziplinen sollen die selektionierten Athleten einen Platz in den Top Ten erreichen können, einzig im Langlauf und Biathlon waren die Anforderungen etwas weniger hoch (Platz 16). Der früher so weit verbreitete Begriff «Olympia-Tourismus» kann indes aus dem Schweizer Sportvokabular verbannt werden. «Es gehört zu einer guten Sportstrategie, dass die Ansprüche hoch sind», sagt Gilli.