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Ahmadinedschad signalisiert Einlenken im Atomstreit

Teheran - Nach massivem internationalem Druck scheint die iranische Führung im Atomstreit mit dem Westen zum Einlenken bereit. Dies deutete jedenfalls der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Abend in einem Interview des staatlichen Fernsehens in Teheran an.

tri / Quelle: sda / Dienstag, 2. Februar 2010 / 23:15 h

Der Iran sei bereit, einen Vertrag zum Uran-Austausch mit den Nuklearmächten abzuschliessen. Niedrig angereichertes Uran könne dafür aus dem Iran auch ins Ausland gebracht werden, sagte er. Dagegen hatte sich Teheran bislang beharrlich gesperrt. «Wir sind nicht dagegen, unser niedrig angereichertes Uran ins Ausland zu senden, weil wir eine konstruktive Zusammenarbeit wollen und weil wir jederzeit das niedrig angereicherte Uran wieder im Iran produzieren können», sagte Ahmadinedschad.



Mahmud Ahmadinedschad ist bereit, einen Vertrag zum Uran-Austausch mit den Nuklearmächten abzuschliessen. /

Für seine Abkehr vom bisherigen Standpunkt nannte er «technische Gründe».

Keine Neuverhandlungen

Die US-Regierung reagierte zurückhaltend. Wenn der Iran bereit sei, auf den Kompromissvorschlag einzugehen, solle das Land dies der Internationalen Atomenergiebehörde mitteilen, sagte ein Sprecher des Aussenministeriums. An einer Neuverhandlung des Vorschlags vom Oktober seien die USA nicht interessiert.

Der Westen hatte den Iran seit Monaten gedrängt, einem Vorschlag zur Urananreicherung in Frankreich und Russland anzunehmen. Demnach sollte niedrig angereichertes Uran (3,5 Prozent) aus dem islamischen Staat im Ausland auf 20 Prozent gebracht werden, um dann als Brennstoff für einen Forschungsreaktor in Teheran genutzt zu werden. Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, heimlich am Bau der Atombombe zu arbeiten. Die Führung in Teheran hat das stets zurückgewiesen und darauf bestanden, dass der Austausch von niedrig angereichertem gegen höher angereichertes Uran in drei Phasen und auf iranischem Boden erfolgen sollte.


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