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Urteil im Berufungsprozess gegen Göldi verschoben

Bern - Das erwartete Urteil gegen den in Libyen festgehaltenen Schweizer Max Göldi ist vertagt worden. Das Gericht in Tripolis habe die Urteilsverkündung im Berufungsprozess wegen angeblich illegalen Aufenthalts um eine Woche verschoben, sagte Daniel Graf von Amnesty International (AI).

tri / Quelle: sda / Donnerstag, 4. Februar 2010 / 13:44 h

Den Grund für die Verschiebung kenne er nicht, sagte AI-Sprecher Graf der Nachrichtenagentur SDA. Am Wochenende hatte der zweite in Libyen festgehaltene Schweizer einen Erfolg verbuchen können: Ein Gericht in der libyschen Hauptstadt sprach Rachid Hamdani vom Vorwurf des illegalen Aufenthalts im nordafrikanischen Land frei. Beide Männer haben noch ein zweites Verfahren am Hals. Dabei werden ihnen unerlaubte wirtschaftliche Tätigkeiten zur Last gelegt. Die Urteile in diesem Prozess werden laut Graf ebenfalls in Kürze erwartet.



Max Göldi wartet noch auf sein Urteil. /

Die Urteile seien auf den 6. Februar für Göldi und auf den 7. Februar für Hamdani angesetzt.

Die beiden Schweizer waren am 19. Juli 2008 in Tripolis festgenommen worden. In der Schweiz wurde dies als Reaktion auf eine umstrittene Aktion der Genfer Behörden gewertet.

Diese hatten vier Tage zuvor Hannibal Gaddafi, einen Sohn des libyschen Staatschefs Muammar Gaddafi, und dessen Frau vorübergehend festgenommen, weil sie zwei Hausangestellte misshandelt haben sollen. Das Paar kam nach wenigen Tagen wieder frei, doch zwischen den beiden Ländern entwickelte sich ein gehässiger Streit.

 


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