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Walliser verbringen am meisten Zeit in der Schule Bern - Zum ersten Mal liegt eine Gesamtschau des heterogenen und komplexen Schweizer Bildungswesens vor. Der 300 Seiten starke «Bildungsbericht Schweiz 2010» dient als Grundlage für politische Entscheide und ist ein Instrument für die Steuerung im Bildungswesen.
tri / Quelle: sda / Donnerstag, 4. Februar 2010 / 14:18 h
Der Bericht wurde unter der Leitung von Stefan C. Wolter, Direktor der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF), in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) und der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) ausgearbeitet. Das über ein Kilogramm schwere Werk wurde in Bern vorgestellt.
So erfährt der Leser beispielsweise, dass die Walliser Primarschulkinder mit fast 1000 Stunden die längste jährliche Unterrichtszeit haben.
SKBF-Direktor Stefan Wolter spricht über den ersten Schweizer Bildungsbericht. /
![]() Am anderen Ende der Tabelle sind die Basler: Sie müssen etwas über 600 Stunden die Schulbank drücken. Der Durchschnitt liegt bei rund 800 Stunden. Grosse kantonale Unterschiede Die Unterschiede erklären sich laut Bericht unter anderem dadurch, dass der Durchschnitt auf nur vier oder fünf Jahren Primarschule beruht. Relativ gross sind auch die Unterschiede bei den Bildungsausgaben pro Schüler, wobei die Finanzkraft der Kantone eine Rolle spielt. Die Unterschiede betragen bis zu 50 Prozent. Weitere Themen des Berichts sind etwa die Chancengleichheit oder der Schuleintritt. Ein früher Schuleintritt beispielsweise bringe im weiteren Schulverlauf häufig keine oder nur geringe Vorteile. Anderseits können Kinder, die zu Hause in einer wenig förderlichen Lernumgebung aufwachsen, Benachteiligungen durch einen frühen Zugang zu vorschulischen Angeboten ausgleichen können.
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