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Schmidheiny: Ausschluss von Nebenklägern gefordert Turin - In Turin ist der Prozess gegen zwei ehemalige Hauptaktionäre der Eternit S.p.A. (Genua) fortgesetzt worden. Die Anwälte des Schweizer Milliardärs Stephan Schmidheiny und des belgischen Barons Jean-Louis de Cartier de Marchienne verlangten dabei den Ausschluss von mehreren zivilen Nebenklägern.
fest / Quelle: sda / Montag, 8. Februar 2010 / 18:47 h
Die Anwälte forderten insbesondere, dass die italienische Sozialversicherung Inps und die Arbeitnehmer-Unfallversicherung Inail nicht zugelassen werden, wie italienische Nachrichtenagenturen berichteten.
«Wieso sollte die Inail, das Pendant zur Schweizer SUVA, plötzlich zu den Geschädigten gehören?», sagte Schmidheiny-Sprecher Peter Schürmann gegenüber der Nachrichtenagentur SDA dazu.
Inail allein verlangt 245 Mio. Euro als Rückerstattung für bereits gezahlte Entschädigungen erkrankter Eternit-Arbeitnehmer. Im Prozess forderten die Verteidiger auch den Ausschluss der Gewerkschaften sowie einiger Umwelt- und Konsumentenschutzverbände von der Liste der Nebenkläger.
Insgesamt wollen 700 zivile Parteien, die rund 6000 Menschen repräsentieren, beim Gericht Gehör finden.
Stephan Schmidheiny. (Archivbild) /
![]() Sollte Richter Guiseppe Casalbore der Verteidigung folgen, wären gemäss der Nachrichtenagentur ANSA auf einen Schlag hunderte ehemalige Eternit-Angestellte und ihre Angehörigen aus dem Verfahren ausgeschlossen. Der Prozess hatte im Dezember begonnen. Schmidheiny und de Cartier wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Dabei geht es um über 2000 asbestbedingte Todesfälle und 800 Erkrankungen im Zusammenhang mit italienischen Eternit-Fabriken. Die Angeklagten erschienen selbst nicht vor Gericht. Die Anhörungen sollen am kommenden Montag fortgesetzt werden.
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