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Zechverhalten der Bündner Polizei wird untersucht

Chur - Die Bündner Justizdirektorin Barbara Janom Steiner lässt den Alkoholkonsum von Polizisten im Vorfeld des WEF in Davos intern abklären. Die Untersuchung ist eine Folge der Ereignisse um den Freitod des WEF-Sicherheitschefs und Bündner Polizeikommandanten.

fest / Quelle: sda / Montag, 8. Februar 2010 / 21:32 h

Je nach Ergebnis der internen Abklärung werde die Regierungsrätin die notwendigen Massnahmen ergreifen, teilte das Bündner Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit auf Anfrage der SDA mit.

Mit Likör angestossen

Nach dem aktuellen Wissenstand haben vier von fünf Polizisten, darunter der Polizeikommandant, sowie zwei Zivilangestellte der Kantonspolizei am Sonntag, 24. Januar, in Davos mit einem Glas Röteli, einem Bündner Likör, auf das bevorstehende WEF angestossen. Der Polizist, welcher die Gruppe fuhr, trank keinen Alkohol. Das Departement von Janom Steiner präzisierte einen Bericht der «SonntagsZeitung», die behauptet hatte, das Bündner Polizeigesetz habe die strengsten Alkoholregeln der Schweiz.



Barbara Janom Steiner will wissen, wieviel die Polizisten trinken. /

Das Gesetz sehe kein explizites Alkoholverbot für Polizistinnen und Polizisten vor. Die Polizeiverordnung erwarte jedoch ein «vorbildliches Verhalten».

Grosser Rat wird informiert

Regierungsrätin Janom Steiner will nach Abschluss der internen Untersuchung auch die Geschäftsprüfungskommission des Grossen Rates über die Ergebnisse orientieren. WEF-Sicherheitschef und Polizeikommandant Markus Reinhardt hatte sich am 26. Januar mit der Dienstwaffe in einem Hotel in Davos das Leben genommen. Reinhardt war davor alkoholisiert auf der Einsatzzentrale des WEF-Sicherheitsdienstes aufgetaucht und hatte sich danach auf den Rundgang begeben, auf dem mit Röteli angestossen wurde.

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