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Deckte Bündner Regierung WEF-Polizeichef?

Die Alkoholsucht des verstorbenen Bündner Polizeikommandanten und WEF-Sicherheitschefs Markus Reinhardt war offenbar schlimmer, als das von der Bündner Regierung bisher eingeräumt wurde.

tri / Quelle: news.ch mit Agenturen / Freitag, 19. Februar 2010 / 08:13 h

Markus Reinhardt sei nicht zum ersten Mal betrunken am WEF aufgetaucht. In früheren Jahren sei dies bereits zweimal vorgekommen, schreibt der «Tages-Anzeiger» in seiner heutigen Ausgabe.

Zuletzt sei dies 2009 vorgekommen. Auch wurde er immer wieder in betrunkenem Zustand angetroffen, mindestens an zwei Anlässen der Polizei 2004 und 2008.



Markus Reinhardt: Mehrfach betrunken im Dienst. /

Aber auch an gewöhnlichen Arbeitstagen sei er alkoholisiert auf dem Polizeiposten erschienen - zudem beim Autofahren.

Die Bündner Regierung räumt ein, dass sie von den Vorfällen 2004 und 2008 gewusst habe. Die anderen Vorkommnisse seien ihr aber nicht bekannt. Was sie gegen die Krankheit ihres Polizeichefs unternommen habe, wolle sie jedoch nicht sagen.

Kollegen hätten ihn jeweils die Ausrüstung abgenommen und «zur Ausnüchterung ins Hotel begleitet». Aus WEF-Kreisen hiess es, dass Reinhardt ein «permanentes Sicherheitsrisiko» gewesen sei, so der «Tages-Anzeiger».

Das die Bündner Regierung auf das «Prinzip Hoffnung» setzte, sei «grob fahrlässig», so ein Insider.

 

 

 


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