Jockey Eduardo Pedroza beorderte den Hengst bei nicht allzu schnellem Tempo sofort nach dem Öffnen der Boxen in die Spitzengruppe und hatte unterwegs immer ein gutes Gefühl. «Er galoppierte völlig relaxed und konnte immer wieder zulegen», meinte der aus Panama stammende Reiter.
Trainiert wird Rolling Home von Andreas Wöhler auf dem Gestüt Ravensberg bei Gütersloh. Besitzer ist der Green Forest Stable. Platz zwei ging mit zwei Längen Rückstand an Ziking (Frédéric Spanu) aus dem Stall von Jungtrainer Andreas Schärer. «Der Jockey hat seinen Speed genau richtig eingesetzt», meinte der Coach und attestierte Ziking eine tolle Leistung.
Winterwind auf Rang drei
Eine Länge dahinter landete der ebenfalls mit viel Speed anrauschenden Winterwind (Georg Bocskai) auf Rang drei. Ihn trainiert Carmen Bocskai. Starjockey Lanfranco Dettori kam mit Vlavianus weit geschlagen über Rang zehn nicht hinaus.
Besser hätte der Renntag für ihn allerdings nicht beginnen können als mit dem Sieg von Sweet Venture im einleitenden Grand Prix Hotel Soldanella/ Newmarket Racecourses. «Ein Auftakt nach Mass», sagte White Turf-CEO Rudolf Fopp. Lanfranco Dettori gab sich betont locker: «Das Rennen wurde schnell gelaufen, aber Sweet Venture hat fast alles alleine gemacht.»
Ovationen für Dettori-Jump
Für Ovationen sorgte der berühmte Dettori-Jump, als er nach dem Rennen vom Pferd sprang. Später sorgte er bei der Siegerehrung für reichlich Emotionen und liess sich gebührend feiern. Beim Grand Prix Axa Winterthur landete Lanfranco Dettori mit Collow allerdings im geschlagenen Feld. Die Ovationen galten Rayo und seinem Reiter Miguel Lopez, womit Miroslav Weiss seinen zweiten Tagessieger vom Eisgeläuf holen konnte.
Ein Sturz überschattete zwar den Grand Prix Credit Suisse, doch blieben die beteiligten Fahrer und Pferde von Verletzungen weitgehend verschont.
Gallardo gefahren von Loe Luminati gewinnt den Grand Prix Credit Suisse. /


Christian Hebeisen begab sich vorsichtshalber zur weiteren Untersuchung ins Spital. Der Sieg ging an Gallardo und Leo Luminati, die vor Germanski (Curdin Guler) und Luberon (Silvio Staub) das Ziel in Front liegend erreichten.
Leo Luminatis erster Trophy-Sieg
Damit war für Leo Luminati auch der Weg frei in der Gesamtwertung, denn er siegte mit 16 Punkten in der Credit Suisse Skikjöring-Trophy völlig souverän vor Jakob Broger und Franco Moro. Es handelte sich um den ersten Trophy-Sieg von Leo Luminati.
Beim Grand Prix BMW, der 3. Prüfung der BMW-Snow-Trotting-Challenge 2010, war Mask du Granit nicht zu schlagen. Trainer Jean-Francois Johner trainiert den Wallach, den Laurence Kindler steuerte. Im anderen Trabrennen, dem Grand Prix Gaggenau Hausgeräte, sorgte der zehnjährige Magic Day mit Christine Rother im Sulky für eine grosse Überraschung. Der Wallach aus dem Stall von Roland Müller notierte am Toto mit 38,20:1.
In den sechs Rennen wurden 132'173 Franken gewettet nach 93'258 Franken im Vorjahr bei damals allerdings begrenzten Wettmöglichkeiten. 301'262 Franken betrugen die Wetteinsätze an allen drei Tagen von White Turf (Vorjahr: 197'457 Franken). Zwei Rennen konnten am Schlusstag über die PMU (Pari Mutuel Urbain) in Frankreich bewettet werden. Im Gübelin 71. Grosser Preis von St. Moritz wurden 351'000 Euro gewettet, beim Grand Prix BMW waren es 263'000 Euro. Das sind zusammen fast eine Million Franken.