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Netanjahu hält an Anspruch auf Kulturstätten fest

Tel Aviv - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Anspruch des jüdischen Staates auf zwei im Westjordanland gelegene Kulturstätten bekräftigt. «Wir haben nicht vor, hier den Status quo zu ändern», sagte er am Mittwochabend bei einer Sondersitzung des Parlaments.

ade / Quelle: sda / Donnerstag, 4. März 2010 / 07:18 h

Sein Kabinett hatte im vergangenen Monat auf Druck rechter und ultrarechter Parteien beschlossen, auch die Patriarchengräber in Hebron und das Grab Rachels bei Bethlehem auf eine Liste von insgesamt 150 Kulturstätten zu setzen. Netanjahu merkte an, dass die Patriarchengräber auch für Muslime von Bedeutung seien. Der islamische Teil sei aber bereits renoviert worden. Nun müsse dies auch im jüdischen Teil geschehen.

Friedensverhandlungen in Gefahr

Der Streit um die Kulturstätten gefährdet die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen mit den Palästinensern.



Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bekräftigt seinen Anspruch. /

Präsident Mahmud Abbas hat vor einem «Religionskrieg» gewarnt.

Die USA und die Vereinten Nationen haben sich besorgt über die israelische Entscheidung geäussert. Der UNO-Koordinator für den Nahost-Friedensprozess, Robert Serry, hat Israel dazu aufgerufen, keinerlei Schritte zu unternehmen, die einer Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen schaden könnten.

Heilige Patriarchengräber

Die Partriarchengräber sind heute für Juden die zweitheiligste Stätte nach der Klagemauer in der Altstadt von Jerusalem. Der Ort ist aber auch Muslimen und Christen heilig.

Hier sollen der Überlieferung nach Abraham, Sara, Isaak, Rebekka, Jakob und Lea begraben sein. Der extremistische Siedler Baruck Goldstein hatte im Februar 1994 an gleicher Stelle 29 betende Muslime erschossen.

 


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