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Hunderttausende gedenken der Leiden Jesu

Jerusalem - Tausende Christen in aller Welt haben am Karfreitag der Leiden Jesu Christi gedacht. Papst Benedikt XVI. rief während der Osterfeierlichkeiten im Petersdom in Rom die Priester auf, «in der Gemeinschaft mit Jesus Christus Menschen des Friedens zu sein, der Gewalt entgegenzustehen und der grösseren Macht der Liebe zu vertrauen».

bert / Quelle: sda / Freitag, 2. April 2010 / 14:30 h

Bei angenehm warmem Frühlingswetter kamen in Rom Zehntausende von Pilgern und Touristen zum Kreuzweg am Kolosseum. Am Abend wollte das Kirchenoberhaupt im Kolosseum an den Kreuzweg Jesu erinnern. Das Kreuz wollte der bald 83-Jährige aber nur noch ganz am Ende kurz tragen. Am Samstag ist die Osterwache im Petersdom ein erhebender Moment der Feiern - wenn das Osterlicht die zuvor dunkle Kirche immer heller erstrahlen lässt. Am Ostersonntag erteilt der Papst auf dem Petersplatz seinen Segen «Urbi et Orbi» (Der Stadt und dem Erdkreis).

Prozession in Israel stark bewacht

In Jerusalem pilgerten tausende Christen über die Via Dolorosa. Angeführt wurde die Prozession von Franziskanermönchen, von denen einige hölzerne Kreuze trugen. Die Pilger gingen die 14 Stationen vom Kalvarienberg bis zur Grabeskirche nach, die Jesus der Überlieferung zufolge vor seiner Kreuzigung zurücklegte. Nach dem Neuen Testament wurde Jesus am Karfreitag verurteilt und hingerichtet.



Tausende Christen auf der Via Dolorosa, die von starken israelischen Polizeikräften gesichert war. (Archivbild) /

Am dritten Tag ist Jesus wieder auferstanden. Ein starkes israelisches Polizeiaufgebot bewachte die Prozession. Ein israelischer Polizeisprecher sagte, rund 2500 Polizisten seien in Jerusalem zur Sicherung des Kreuzwegs unterwegs. Der Schwerpunkt lag in der Altstadt und im Osten Jerusalems.

Hunderttausende gedachten am Donnerstag und Freitag auch in Spanien des Leidensweges und trugen in zahlreichen Städten grosse Christus- und Marienfiguren durch die Strassen. Die grösste Prozession der «Semana Santa» (Heilige Woche), wie die Karwoche in Spanien genannt wird, fand in Sevilla statt. Mitglieder frommer Bruderschaften waren in Büssergewänder gehüllt und mit spitzen Kapuzen vermummt. Eine der grössten Bruderschaften hatte erstmals Frauen in ihren Reihen mitmarschieren lassen. In Deutschland begann die Friedensbewegung mit ihren Ostermärschen. Hauptthemen sind der Protest gegen den Militäreinsatz in Afghanistan, die Abschaffung aller Atomwaffen sowie der Kampf gegen deutsche Rüstungsexporte.

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