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Focus Mailand Lambrate

Im mailändischen Industriebezirk Lambrate wurde ein neues Ausstellungsgelände für junges Design geschaffen, auf dem in diesem April junge holländische Designer ihr Schaffen in einem urban-industriellen Setting präsentierten.

et / Quelle: Wohnrevue / Montag, 5. Juli 2010 / 16:29 h

AUTOFFICINA

Der morbide Charme einer alten Autowerkstatt diente als Kulisse für sechs niederländische Designbüros, die sich in der gemeinsamen Gruppenausstellung «Autofficina – a dutch still life composition» präsentierten. Arrangierten Stillleben nachempfunden, gaben die Kreativen aus dem Flachland – genauer gesagt: designlabel Vij5, Studio Vraay, Made by rENs, Derrider- Designstudio, Reinier de Jong und David Derksen – eine spannende Objektauswahl ihres Schaffens zum Besten. Nicht nur der Dialog zwischen den sorgsam positionierten Exponaten, sondern auch der zwischen den Entwerfern selbst sollte damit zum Ausdruck kommen und die Besucher dazu anhalten, sich den Ausstellungsstücken behutsam und ohne Hektik wie einem Gemälde zu nähern.

Design Academy Eindhoven

Das Debüt der neuen Showbühne wollte sich auch die Design Academy Eindhoven nicht entgehen lassen und verlagerte ihre Ausstellung von der Zona Tortona prompt in die Via Ventura. Ausgestellt wurden Arbeiten der Hochschulabsolventen von 2009. Und weil die ersten Schritte zu einem neuen Entwurf meist mit Fragen einhergehen, hat man auch das «?» in den Fokus der Ausstellung gerückt.



Sechs niederländische Designbüros schlossen sich zur Gruppenausstellung «Autoffi cina – a dutch still life composition» zusammen. /



Hier in der Halle präsentierte sich das «Royal College of Art». /



1 «Langpootkast» von Made by rENs 2 Höhenverstellbar: «Lloop» von designlabel Vij5 3 «Copper Lights» von David Derksen 4 «FlexVase» mit austauschbaren Hälsen. designlabel Vij5 5 Alles Unikate: «Kopje Kopje» von Made by rENs /



Arbeiten der Design-Academy-Absolventen 2009 /



Digna Kosse: «Minimal Dress» /



Die Arbeit von Floris Douma (rechts an Wand) befasste sich mit der Abhängigkeit von Computern /



In der Ausstellung wurden die Besucher zwar zu Tisch gebeten – lukullisches Beiwerk gab es aber (leider) nicht. /



Pappmodelle zur Serie «Paper Porcelain» /



Arrangierte Tischfreude: «Paper Table». /



Die Serie «Paper Porcelain» wirft die Frage auf: Besteht sie aus Papier oder unglasierter Keramik? /



Van Eijk & Van der Lubbe: Abgesehen von den Hausschuhen, die aus zwei toten Maulwürfen entstanden sind, war die Ausstellung durchaus ansprechend – nicht zuletzt der Grafik an den Wänden wegen. /



Aus der Not eine Tugend gemacht? Auch die «Stuffed Chairs» stammen von Van Eijk & Van der Lubbe. /



Und Van Eijk & Van der Lubbe zum Dritten: «Tea Cozy». /



Die Galerie Plusdesign präsentierte limitierte Editionen, so zum Beispiel «El Otro» von Liliana Ovalle. /



Für architektonisch anspruchsvolle Hühner: «Breed Retreat» von Frederik Roijé. /



Für architektonisch anspruchsvolle Hühner: «Breed Retreat» von Frederik Roijé. /

Jedes Objekt wurde also mit einer entsprechenden Frage – manchmal unerwartet poetisch formuliert, manchmal eher nüchtern oder überraschend – präsentiert. So hat sich beispielsweise Digna Kosse über Folgendes Gedanken gemacht: «Wie viel Materials bedarf es bei einem Kleid, um immer noch ein Kleid zu sein?» Beantwortet hat sie diese durchaus berechtigte Frage mit einem Hauch von Nichts, der einen gewissen Interpretationsspielraum zulässt: Sie entwarf fünfzehn verschiedene Modelle aus Fäden, die sie sinnigerweise mit «Minimal Dress» betitelte.

Total Table Design

Auch die Ausstellung «Total Table» wurde vom Design made in Holland geprägt. Die Büros von Kiki van Eijk und Scholten & Baijings stellten verschiedenste Objekte für den gedeckten Tisch vor. Das Tischleinen, die Glasobjekte, das Geschirr und das Besteck entstanden dabei unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Audax Textile Museum Tilburg, dem Royal Leerdam Crystal und dem European Ceramic Workcenter (EKWC). Zu den Machern: Kiki van Eijk hat ihr Studium 2000 an der Design Academy Eindhoven mit Auszeichnung absolviert und arbeitete bereits unter anderem für Moooi und Swarovski. Bekannt wurde sie mit ihrem Teppich «Kiki Carpet», der an überdimensionale Stickereien erinnert. Das Amsterdamer Duo Scholten & Baijings überraschte mit einer Geschirr-Serie, die aus unglasiertem Porzellan besteht und an die Optik der vorab gefalteten Arbeitsmodelle aus Pappe anknüpft.



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