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152 Tote bei Flugzeugabsturz in Pakistan

Islamabad - Eine pakistanische Linienmaschine mit rund 150 Insassen ist am Mittwoch beim Landeanflug auf Islamabad in den angrenzenden Hügeln zerschellt. Rettungskräfte konnten die Insassen nur noch tot bergen, erste Berichte über Überlebende bestätigten sich nicht.

fest / Quelle: news.ch mit Agenturen / Mittwoch, 28. Juli 2010 / 16:54 h

«Niemand hat überlebt», sagte Innenminister Rehman Malik. An Bord der kleinen pakistanischen Fluggesellschaft Airblue waren laut eigenen Angaben und der zivilen Luftfahrtbehörde 152 Insassen, darunter sechs Besatzungsmitglieder. Die Ursache für den Absturz des Airbus A321 war zunächst unklar, doch herrschten zu dem Zeitpunkt des Unglücks heftiger Regen und schlechte Sicht. Nach Angaben von Regierungsvertretern leitete die Flugkontrolle die Maschine kurz vor der Landung von der normalen Flugroute um.

«Während des letzten Gesprächs mit dem Tower erhielt der Pilot grünes Licht für die Landung, und alles verlief ganz normal, bis die Maschine in den Hügeln abstürzte», berichtete der stellvertretende Direktor der zivilen Luftfahrtbehörde. Es ist das schwerste Unglück in der pakistanischen Luftfahrtgeschichte.

Schwer zugängliches Gelände

Die Maschine war am Morgen in der südpakistanischen Hafenmetropole Karachi gestartet. Gegen 9.45 Uhr Ortszeit riss der Funkkontakt kurz vor der Landung auf dem Benazir Bhutto International Airport ab.

Danach zerschellte das Flugzeug in den dicht bewaldeten Margalla Hills, einer nördlich vom Stadtzentrum gelegenen Bergkette. Die bewaldete Gegend ist nur schwer zugänglich, Strassen führen nicht dorthin.

Das erschwerte die Bergungsbemühungen.



Über der Absturzstelle in den Margalla-Hügeln stieg dichter Rauch auf. /



Einzelheiten seien noch nicht bekannt. /

Helfer mussten mit blossen Händen die Opfer aus den im Umkreis von einem Quadratkilometer zerstreuten Trümmern der Maschine ziehen. Über dem Absturzort hingen schwarze Rauchwolken.

Brennende Flugzeugteile und schlechtes Wetter behinderten die Bergung der Opfer. Die pakistanische Armee unterstützte die Rettungsarbeiten mit Helikoptern.

Innenminister Malik sprach von einer «schweren Tragödie». Premierminister Yousuf Raza Gilani und sein Kabinett wollten für die Opfer und ihre Angehörigen beten. Die Regierung ordnete eine eintägige Staatstrauer an.

Vergleichsweise gute Sicherheitsstatistik

Airblue zählt zu den renommiertesten Fluggesellschaften Pakistans. Die private Linie fliegt seit 2004, sie setzt für ihre In- und Auslandsflüge ausschliesslich Airbusse der Typen A320 und A321 ein. Es sei das erste Mal, dass ein Flugzeug dieses Typs abstürzte und es Tote gab, sagte ein Airbus-Sprecher in Toulouse.


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