Als Bedingung forderten die Gegner aber, zumindest während der Gespräche die Bauarbeiten auszusetzen.
Am Freitagabend hatten nach Angaben der Polizei 30'000 Menschen - nach Veranstalterangaben 50'000 - trotz strömenden Regens in Stuttgart friedlich gegen den Bau des neuen Bahnhofs protestiert. Dieser gilt zusammen mit der Schnellbahnanbindung an Ulm als das grösste Infrastrukturprojekt Europas.
Grube räumte im Radiosender SWR ein, die Kommunikation rund um den Bau sei «sehr, sehr schlecht gelaufen». Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus habe vorgeschlagen, sich nun an einen Tisch zu setzen. Dazu sei er bereit. Allerdings lehnte er Bedingungen für die Gespräche ab.
Die massiven Proteste gegen «Stuttgart 21» (hier am 26. August 2010) haben Wirkung gezeigt. /

Projektgegner fordern Baustopp während Gesprächen
Der Sprecher des Aktionsbündnisses gegen das Projekt, Axel Wieland, begrüsste das Angebot Grubes als positiv. Er schlug gegenüber der Nachrichtenagentur AFP vor, sich zunächst zu einem Gespräch zu treffen, bei dem dann auch der Modus für weitere Gespräche festgelegt werden könnte.
Allerdings fordere das Bündnis, dass am Tag dieses ersten Gesprächs «auf jeden Fall» die Bauarbeiten am alten Bahnhof ruhen. Auch bei weiteren Gesprächen sollten die Bauarbeiten ruhen.
Die Bahnhofsgegner wollen ihre Proteste ausserdem unvermindert fortsetzen. Am Montag soll die nächste Grossdemonstration stattfinden, zu der laut Wieland etwa 10'000 Menschen erwartet werden. Am Samstag blieb es am bisherigen Hauptbahnhof ruhig.