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SP setzt auf Fehr und Sommaruga

Bern - Simonetta Sommaruga und Jacqueline Fehr sind die offiziellen Bundesratskandidatinnen der SP. Die Fraktion hat die Berner Ständerätin und die Zürcher Nationalrätin nominiert, wie SP-Vertreter vor den Medien sagten.

sl / Quelle: sda / Freitag, 3. September 2010 / 19:01 h

Für den ersten Platz auf dem Zweierticket wurde Sommaruga im fünften Wahlgang mit 26 Stimmen gewählt. Für den zweiten Platz wurde Jacqueline Fehr mit 24 Stimmen erkoren. Die unterlegenen Kandidatinnen Eva Herzog und Hildegard Fässler erhielten je 11 Stimmen für den zweiten Platz auf dem Ticket. Die SP-Fraktion zählt 51 Mitglieder. Mit Sommaruga und Fehr hat sich die SP-Fraktion für jene Kandidatinnen entschieden, die von Beginn weg als Topfavoritinnen genannt wurden. Simonetta Sommaruga gilt als pragmatische Politikerin, die sich über die Parteigrenzen hinaus verständigen kann und tragfähige Lösungen sucht. Die 50-Jährige ist im Bundeshaus bestens vernetzt und pflegt gute Kontakte auch ins bürgerliche Lager. Jacqueline Fehr wird für ihre sachbezogene Politik gelobt. Die 47-jährige Winterthurerin beschäftigt sich vor allem mit Familien-, Verkehrs-, Bildungs- und Gesundheitspolitik. Die FDP setzt auf Johann Schneider-Ammann und Karin Keller-Sutter als offizielle Bundesratskandidaten.



Mit 24 Stimmen nominiert: Jacqueline Fehr. /

Die Fraktion hat den Berner und die St. Gallerin nominiert. Die Fraktion der Grünen hat die Solothurner Nationalrätin Brigit Wyss zur Bundesratskandidatin erkoren. Wie Fraktionssekretärin Corinne Dobler sagte, hat sich eine deutliche Mehrheit in der Abstimmung für Wyss ausgesprochen. «Die Fraktion steht aber geschlossen hinter ihr.» Der offizielle Kandidat der SVP ist der Freiburger Nationalrat Jean-François Rime. Der Entscheid fiel einstimmig, wie Ständerat Alex Kuprecht (SZ) der Nachrichtenagentur SDA sagte. Die Fraktion folgte damit der Empfehlung der Parteileitung. Die CVP verzichtet auf eine eigene Bundesratskandidatur. Dies hat die Fraktion beschlossen. Der Entscheid sei deutlich gefallen, sagte Fraktionschef Urs Schwaller gegenüber Medienschaffenden.

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