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Die kanadische Demontage der MoskauerDas von Super-Star Mark Messier gecoachte Team Canada setzte in Davos eine erste Marke. 6:1 deklassierte das kanadische NLA-Ensemble unter der Leitung der NHL-Legende den überforderten und punktelosen KHL-Klub Spartak Moskau.Sven Schoch, Davos / Quelle: Si / Dienstag, 28. Dezember 2010 / 00:00 h
Die Leihgaben Ambris haben Spartak arg zugesetzt. 50 Prozent der Treffer schossen mit Martin Kariya (22.), Yanick Lehoux (34.) und Eric Landry (47.) Stürmer, die ihr Geld beim Tabellenletzten der NLA verdienen. Den Tessiner Inputs hatte das Mittelklass-Team aus dem Osten verblüffend wenig zu entgegnen. Stattdessen handelte sich Spartak in der Schlussphase noch ein veritables Debakel ein.
Spartak vs. Team Canada war auch das Duell zweier NHL-Ikonen. Im Tor des KHL-Vertreters stand der bald 46-jährige Tscheche Dominik Hasek. Auf der Gegenseite coachte der drei Jahre ältere Mark Messier. Die beiden waren sich in ihrer Karriere oft begegnet, als Hasek das Tor Buffalos hütete und Messier für die Rangers stürmte. Messier, die Legende mit 2182 Skorerpunkten in der National Hockey League, und Hasek, der «ewige» Goalie mit 454 Siegen in der weltbesten Liga.
Hasek, in Moskau auch im «sport-biblischen» Alter die unumstrittene Nummer 1, präsentierte sich in einer vorzüglichen Verfassung. Bis zur 22. Minute und zum fünften Überzahlspiel fand die kanadische NLA-Auswahl keinen Weg am tschechischen Altmeister vorbei. Mit 21 Saves wehrte er sich praktisch als Einziger der erneut enttäuschenden «Sputniks» gegen den zweiten Fehltritt innerhalb von 24 Stunden.
Acht Zweiminuten-Strafen hatten sich die Russen in den ersten beiden Dritteln geleistet und sich so im Boxplay ins Abseits manövriert. Nachdem Hasek die Probleme mit seinen Paraden nur aufgeschoben hatte, schlugen die Nordamerikaner ab dem zweiten Abschnitt ohne Schonung zu. Kariya lenkte einen Schuss tückisch ab. Innerhalb von 51 Sekunden verschärfte sich die Lage der Russen weiter. Lehoux und DuPont schufen mit weiteren Powerplay-Treffern früh die Zäsur.
Sollte SKA St. Petersburg heute Dienstag gegen Sparta einigermassen im Rahmen seiner immensen Möglichkeiten auftreten, zeichnet sich ein «Viertelfinal» zwischen Genève-Servette und dem Gruppenletzten Spartak ab. Das Torverhältnis der Moskowiter (3:10 nach 120 Minuten) lässt den Schluss zu, dass der zweite Schweizer Vertreter gute Perspektiven besitzt.
Team Canada - Spartak Moskau 6:1 (0:0, 3:0, 3:1)
Vaillant-Arena. Canadas Trainer Mark Messier und sein Team überzeugten heute. / Foto: EQ Images
- 6432 Zuschauer (ausverkauft). - SR Reiber/Rochette, Arm/Losier (Ka). Tore: 22. Kariya (Kwiatkowski, Cory Murphy/Ausschluss Piganowitsch) 1:0. 34. Lehoux (Metropolit/Ausschlüsse Ljudutschin, Scheldakow) 2:0. 35. DuPont (Roche/Ausschluss Scheldakow) 3:0. 47. Landry (Kwiatkowski, Brooks) 4:0. 56. (55:35) Holden (Aubin) 5:0. 56. (55:55) Michail Junkow (Ljudutschin, Suglobow) 5:1. 57. (56:22) Metropolit (DuPont, McLean) 6:1. Strafen: 10mal 2 Minuten gegen das Team Canada, 9mal 2 Minuten gegen Spartak Moskau. Team Canada: Deslauriers; Cory Murphy, Kwiatkowski; Roche, Curtis Murphy; DuPont, Popovic; Westcott; Kariya, Holden, Aubin; Lehoux, Pittis, Bell; Vigier, Metropolit, McLean; Brooks, Landy, Pelletier; Down. Spartak Moskau: Hasek; Piganowitsch, Budkin; Scheldakow, Baranka; Rjasanow, Selesnew; Bodrow, Wischnewski; Suglobow, Lapenkow, Schkotow; Radivojevic, Mikusch, Ruzicka; Ljudutschin, Michail Junkow, Alexander Junkow; Knjasew, Fedorow. Rangliste: 1. Team Canada 1/3 (6:1). 2. HC Davos 1/3 (4:2). 3. Spartak Moskau 2/0.
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