|
|
||||||
|
||||||
|
|
||||||
|
|
Marathon-Olympiasieger Wanjiru in den Tod gestürztDer kenianische Marathon-Olympiasieger Samuel Wanjiru ist tot. Der 24-Jährige nahm sich gemäss Polizeiangaben mit einem Sprung vom Balkon seines Hauses das Leben.fest / Quelle: Si / Montag, 16. Mai 2011 / 18:00 h
Vorangegangen war ein weiterer heftiger Streit mit seiner Ehefrau in Nyahururu nordwestlich von Kenias Hauptstadt Nairobi. «Tatsache ist, dass Wanjiru Selbstmord begangen hat», sagte ein Polizeisprecher.
Wanjirus Ehefrau war örtlichen Medien zufolge überraschend nach Hause gekommen und soll ihn mit einer anderen Frau angetroffen haben. Daraufhin habe es eine Auseinandersetzung des seit längerem zerstrittenen Ehepaars gegeben, in deren Verlauf seine Gattin Wanjiru und die Begleiterin ersten Ermittlungen zufolge im Schlafzimmer eingeschlossen habe. Der ehemalige Halbmarathon-Weltrekordler sei anschliessend aus sechs Metern Höhe vom Balkon gesprungen. Beim Aufprall auf dem Betonboden zog sich Wanjiru tödliche Verletzungen zu. Der Läufer ist gemäss der Polizei auf das Gesicht gefallen und hat aus Mund und Nase geblutet. Wanjiru hatte 2008 in Peking als erster Kenianer Gold im Marathon gewonnen und im folgenden Jahr in London in 2:05:10 Stunden seine persönliche Bestzeit aufgestellt. In seiner kurzen Karriere lief er auch zwei Halbmarathon-Weltrekorde (59:16/58:33) und war 2009 und 2010 Sieger der World Marathon Majors-Serie. Private Probleme Privat hatte der zweifache Gewinner des Marathons von Chicago jedoch seit geraumer Zeit grosse Probleme. Nach einem heftigen Ehestreit im Dezember 2010 sollte er sich zunächst wegen Morddrohungen verantworten, seine Ehefrau aber hatte wie ein von Wanjiru verletzter Wachmann eine Anzeige zurückgezogen. Samuel Wanjiru starb nach einem Sturz vom Balkon. / Foto: FaceMePLS Creative Commons
Wanjiru hatte bei jenem Streit zu einer Kalaschnikow gegriffen. In der kommenden Woche hätte er wegen illegalen Waffenbesitzes vor Gericht erscheinen sollen. Seine Ehefrau bestritt Anfang des Jahres Berichte über eine angebliche Versöhnung und erklärte, sie habe die Scheidung eingereicht. Im Januar verletzte sich Wanjiru bei einem schweren Autounfall an der Hand, beim London-Marathon vor vier Wochen fehlte er wegen einer Knieverletzung. Grosses Bedauern «Sein Tod ist nicht nur für seine Familie und seine Freunde ein Verlust, sondern auch für Kenia und die Leichtathletik-Welt», sagte Kenias Premierminister Raila Odinga. Wanjiru, den er als «eine der grossen Hoffnungen für Olympia 2012 in London» gesehen hatte, hinterlässt eine Tochter. «Total geschockt» meldete sich Äthiopiens Läuferstar Haile Gebrselassie via Twitter: «Wir konnten diese Tragödie als Läuferfamilie nicht verhindern.» Sein Landsmann und Nachfolger als 5000- und 10.000-m-Weltrekordler, Kenenisa Bekele, reagierte so: «Er war ein grosser Marathonläufer, und ich wollte künftig gegen ihn antreten.» Laut Trainer Claudio Berardelli, der in Kenia jeweils auch Europameister Viktor Röthlin betreute, war Wanjiru nach dem Olympiasieg «eine ganz andere Person». Ex-Coach Robert Kioni: «Er trank exzessiv, hatte Affären mit Frauen, umgab sich mit den falschen Leuten.» Laut David Okeyo, Generalsekretär von Kenias Leichtathletik-Verband, sollte Wanjiru Ende des Monats zu einer Theraphie ausser Landes gebracht werden. Doch kein Suizid? Der Manager des toten Marathon-Olympiasiegers Samuel Wanjiru ist überzeugt, dass sich der Kenianer nicht das Leben genommen hat. Er sei «zu hundert Prozent sicher», dass es sich nicht um einen Suizid handle, sagte Wanjirus Agent Federico Rosa dem britischen Sender BBC. Rosa fügte hinzu, bei einem Telefonat am Wochenende habe Wanjiru sehr fokussiert gewirkt, sein Tod sei ein «furchtbarer Unfall». Auch ein örtlicher Polizeichef erklärte, möglicherweise sei Wanjiru aus Wut gesprungen und hätte nicht absichtlich den Freitod gewählt. Wanjirus Wege kreuzten sich nur selten mit jenen des Schweizer Rekordhalters Viktor Röthlin. Die grösste Gemeinsamkeit der beiden ist die Tatsache, dass sie an den Olympischen Spielen in Peking die beste Marathonleistung ihrer Karriere zeigten. Zu gemeinsamen Trainingsläufen in Kenia bei Coach Claudio Berardelli kam es nur selten.
![]() «Ausländer-Kredit» für Investitionen in der Heimat? Immer öfter - gerade auch vor den Ferien - wird das Beratungsteam von kredit.ch angefragt, ob auch in der Schweiz lebende Ausländer die Möglichkeit haben, einen günstigen, fairen Kredit zu erhalten. Fortsetzung
Endlich: SMS versenden mit Outlook 2007/2010 St. Gallen - Das mühsame Getippe ist vorbei. Als erster Schweizer Anbieter stellt ASPSMS.COM eine Anbindung an den Mobile Service von Microsofts Outlook 2007/2010 zur Verfügung. Ohne zusätzliche Software können SMS bequem via Outlook 2007/2010 versendet werden – und das auch noch günstiger als mit dem Handy. Fortsetzung
Radiolino - Grosses Radio für kleine Ohren Radiolino ist das erste deutschsprachige Web-Radio der Schweiz für Kinder zwischen 3 und 12 Jahren. Das Programm richtet sich aber auch an Eltern, Grosseltern, Onkeln und Tanten, sprich an die ganze Familie.
Fortsetzung
|
|
|