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Elf Verletzte bei Brand in AsylunterkunftGenf - Ein Brand in der Asylunterkunft «Tattes» in der Genfer Vorortgemeinde Vernier hat am Montag elf Verletzte gefordert, darunter vier Schwerverletzte. Mehrere Personen haben sich mit einem Sprung aus dem Fenster gerettet.bg / Quelle: sda / Montag, 26. Dezember 2011 / 19:08 h
Das Feuer war offenbar Mitte Nachmittag im Erdgeschoss ausgebrochen, wie Polizeisprecher Philippe Brandt gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte. Von dort hätten die Flammen sofort auf das erste Stockwerk übergegriffen. Es entwickelte sich starker Rauch. Das dreistöckige Gebäude wurde evakuiert.
«Elf Personen wurden verletzt», sagte Brandt. Sie erlitten Verbrennungen und Rauchvergiftungen. Fünf Personen sind zudem aus dem Fenster im zweiten Stock gesprungen, um den Flammen und dem Rauch zu entkommen.
Drei der vier Schwerverletzten wurden mit der Ambulanz ins Spital gebracht, der vierte mit dem Helikopter.
Eines der grössten Asylzentren der Schweiz Die Feuerwehr war kurz vor 15.30 Uhr alarmiert worden, um 16.15 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Rund 30 Einsatzkräfte der Genfer Feuerwehr standen im Einsatz, unterstützt von der freiwilligen Feuerwehr von Vernier, dem Rettungsdienst des Genfer Flughafens, einem Helikopter, sechs Ambulanzfahrzeugen und zwei Kardiomobilen. Die Brandursache war am Montagabend unbekannt - eine Untersuchung wurde eingeleitet.Die Asylunterkunft in Vernier brannte. (Symbolbild) / Foto: flicker.com/dan_fuh Creative Commons
In der abgebrannten Asylunterkunft «Tattes» wohnten rund 30 Asylsuchende aus verschiedenen Ländern. Sie müssen nun umquartiert werden. Die verschiedenen Gebäude von «Tattes» können bis zu 550 Personen beherbergen. Damit ist die Genfer Asylunterkunft eine der grössten der Schweiz. Nicht der erste Brand in «Tattes» Bereits im April 2010 hatte es im Asylzentrum gebrannt. Fünf Zimmer wurden zerstört. Damals wurde jedoch niemand verletzt. Die Brandursache war nicht bekannt. Die Unterkunft wurde 1996 eröffnet. 2008 geriet sie wegen unhygienischer Zustände und wegen Mangels an Zentrumsleitern in die Kritik. Anfang 2010 wurden unter anderem Küchen und ein Grossteil der Zimmer renoviert.
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