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Regierung bietet nach Indio-Protesten Dialog anPanama-Stadt - Die Proteste panamaischer Ureinwohner gegen geplante Bergbauprojekte drohen zu eskalieren. Rund 500 Ureinwohner zündeten in der westlichen Provinz Chiriquí nahe der Grenze zu Costa Rica am Montag (Ortszeit) ein Quartier der Nationalpolizei an.knob / Quelle: sda / Dienstag, 7. Februar 2012 / 09:16 h
Mindestens ein Polizist wurde schwer verletzt. Die Indios der Ethnie Ngöbe-Bugle wehren sich seit gut einer Woche mit Strassenblockaden gegen den Bau von Bergwerken und Stauseen in ihrer Region.
Aufgebrachte Demonstranten, in ihrer Mehrheit Arbeiter der umliegenden Kaffee- und Gemüsefarmen, drangen am Montag in der Gemeinde Volcán in die Polizeiwache ein, rissen alle Papiere an sich und legten Feuer. Sie riefen Slogans gegen die Regierung und versicherten, dass sie bereit seien, im Kampf zu sterben.
Auch das Rathaus des Ortes und die Feuerwehrstation wurden niedergebrannt. Die Regierung des konservativen Präsidenten Ricardo Martinelli hatte den Indianern zuvor einen Dialog angeboten.
Blockade der Panamericana Aussenminister Roberto Henríquez erklärte am Montag: «Der Dialog ist der korrekte Weg, um die nationalen Probleme zu lösen.» In Panama-Stadt solidarisierten sich am Montag Gewerkschaften und andere Organisationen mit den Indios und gingen auf die Strasse. Die Lage im Grenzgebiet zu Costa Rica hatte sich am Wochenende zugespitzt; zudem erfasste der Protest weitere Gebiete.Die Regierung des konservativen Präsidenten Ricardo Martinelli hat den Ngöbe-Buglé-Indios Gespräche angeboten. / Foto: Harald Tappeiner/fdn.x21.org.uk
Am Sonntag hatte die Regierung eine Blockade der Panamericana-Fernstrasse gewaltsam aufheben lassen, ein Demonstrant war getötet worden. Widerstand gegen Umsiedlung Sicherheitsminister José Raúl Mulino rechtfertigte die Gewaltanwendung gegen die Ngöbe-Buglé, das grösste indianische Volk in Panama. Er warnte sie am Montag, die Panamericana-Fernstrasse erneut zu blockieren. Ein Führer der Indios kündigte dagegen an, die Blockaden sollten fortgesetzt werden. Die Region verfügt über reiche Bodenschätze. Das aktuell umstrittene Projekt ist der Berg Cerro Colorado. Die Regierung will kanadischen und koreanischen Unternehmen erlauben, dort Kupfervorkommen abzubauen. Dies würde die Umsiedlung zahlreicher Dörfer bedeuten, wogegen sich die Ureinwohner zur Wehr setzen.
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