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Jeansmarken pfeifen auf Sandstrahl-VerbotWien - Die Ausbleichung von Jeans mittels der Sandstrahl-Technik, die für Arbeiter aus Zulieferbetrieben extrem gesundheitsschädlich ist, wird von den Markenfirmen weiter geduldet. Das zeigt die Clean Clothes Kampagne CCK im Bericht «Tödliche Jeans», für den Recherchen in Zulieferbetrieben Bangladeschs durchgeführt wurden.knob / Quelle: pte / Montag, 2. April 2012 / 09:37 h
«Die Designvorgaben sollten so angepasst werden, dass Sandstrahlung unnötig ist. Zudem muss das Sandstrahl-Verbot strenger überprüft werden», fordert Clean-Clothes-Experte Philip Doyle gegenüber pressetext.
Gefahr für die Lunge Sandstrahlung ist die Technik, mit denen Jeanshosen weicher gemacht, geformt und gereinigt werden und dadurch den «Vintage-» bzw. «Used-Look» erhalten. Unter hohem Druck wird durch das Aufbringen von Abriebteilchen die Jeans weicher gemacht, geformt und gereinigt. 2005 machten türkische Ärzte publik, dass dies für die durchführenden Arbeiter schlimme Folgen hat: Der Quarzstaub in der Fabriksraum-Luft sorgt für Atemprobleme und chronischen Husten, was bei längerer Aussetzung oft auch zu tödliche Krankheiten Silikose oder Lungenkrebs führet. Unter hohem Druck wird durch das Aufbringen von Abriebteilchen die Jeans weicher gemacht, geformt und gereinigt. / Foto: pte
Aufgrund des Drucks der Öffentlichkeit erliessen viele Marken Sandstrahl-Verbote, und zahlreiche europäische Länder setzten strikte Regelungen durch. Das Problem besteht jedoch weiterhin, da die Produktion bloss anderswo stattfindet und die Technik weiterhin anwendet, zeigen die aktuellen Recherchen. Nicht nur die manuelle Durchführung, sondern auch die maschinelle ist schädlich, da die eingesetzten Kabinen undicht sind und den Sand noch immer freikommen lassen. Arbeitern zufolge gleichen die Fabriksräume «einer Wüste während eines Sandsturms». Verbot bisher nur Alibi Die Interviews von 73 Arbeitern aus sieben bangladeschischen Fabriken sowie mit Branchenexperten zeigten, dass allein an den untersuchten Produktionsstandorten Markenjeans wie H&M, Levi's, C&A, Esprit, Lee, Zara und Diesel weiterhin hergestellt werden. Alle angeführten Firmen behaupten, die Sandstrahltechnik nicht mehr anzuwenden. Dolce & Gabbana hat sich bislang geweigert, auf die Sandstrahltechnik zu verzichten. Bericht «Tödliche Jeans» finden Sie oben bei den Links.Links zum Artikel:
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