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Langsamer Rechner: So machen Sie Windows schnellerWindows lahmt? Dann wird es höchste Zeit, etwas zu unternehmen. Die gute Nachricht: Man muss kein PC-Experte sein, um das Betriebssystem wieder auf Touren zu bekommen.Alexander Kuch / Quelle: teltarif.ch / Donnerstag, 28. Juni 2012 / 10:09 h
Unter Windows gilt wie in der Medizin: «Vorbeugen ist besser als heilen». Das heisst: Installieren Sie am besten nur die Programme, die Sie unbedingt für die tägliche Arbeit brauchen und müllen Sie die Festplatte nicht mit zuviel Software zu.
Auch neue Computer - beispielsweise Discounter-Angebote - können bereits mit Software überfrachtet sein. Hier empfiehlt es sich, werksseitig vorinstallierte Programme aufzuspüren, die unnütz sind und nerven (Crapware). Diese Arbeit erledigt zum Beispiel die Freeware Decrapifier.
Die Programme AppRemover oder Revo Uninstaller Free helfen beim Entfernen weiterer Programme, die der Decrapifier nicht erkennt. In einem zweiten Schritt können Anwender den CCleaner Free ans Werk gehen lassen. Das Gratisprogramm entfernt fehlerhafte Registryeinträge, temporäre Dateien und Datenmüll.
Problem: Zuviele Autostart-Einträge bremsen Windows aus Die Tools lädt man am besten direkt auf den Seiten der Hersteller oder Programmierer herunter. «Nur so können Sie sicher gehen, dass das installierte Programm auf dem aktuellen Stand ist», erklärt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Man sollte auch regelmässig prüfen, ob es nicht eine neue Programmversion oder ein Sicherheitsupdate gibt. Ein massgeblicher Grund für ein langsam hochfahrendes Windows sind automatisch startende Programme oder Prozesse. Was alles mit dem Betriebssystem in den Speicher geladen wird, sehen Nutzer, wenn sie den Befehl «msconfig» im Suchfeld des Startmenüs eingeben und in der sich öffnenden Systemkonfiguration die Registerkarte «Systemstart» auswählen. Alle unnötigen Autostartprogramme lassen sich durch Entfernen des Häkchens neben dem Eintrag deaktivieren. Etwas mächtiger ist das Sysinternals-Programm Autoruns von Microsoft. Damit können Autostarteinträge nicht nur deaktiviert, sondern auch ganz gelöscht werden. Das heruntergeladene Tool muss nicht installiert werden, sondern lässt sich direkt von der Festplatte oder einem USB-Stick starten. Auf der Registerkarte «Everything» sind alle Autostartprogramme zu sehen, die Registerkarte «Logon» zeigt Autostart-Programme, die bei der Anmeldung des Benutzers starten. Unter «Options/Hide Windows Entries» können Anwender sicherheitshalber Systemeinträge von Windows ausblenden. Ab hier lesen Sie, wie sich der Computer durch eine regelmässige Defragmentierung beschleunigen lässt und welche Hardware-Komponenten erneuert werden können, um dem Rechner Beine zu machen.Regelmässige Defragmentierung und Hardware-Upgrade Sind alle unnötigen Autostart-Einträge entfernt, sollte der PC schon spürbar schneller starten. Man muss kein PC-Experte sein, um das Betriebssystem wieder auf Touren zu bekommen, nur dieser Artikel muss man lesen. /
![]() Wer es noch weiter treiben möchte, kann bestimmen, in welcher Reihenfolge die Autostartprogramme geladen werden. Das erledigt zum Beispiel das kostenlose Programm Osrik. So starten alle Programme brav nacheinander und bremsen sich gegenseitig nicht aus. Und unterm Strich startet der Rechner meist wieder ein wenig schneller. Ist der «Beschleunigungseffekt» immer noch zu gering, können Nutzer die Festplatte defragmentieren. Dabei werden zusammenhängende, aber auf der Festplatte verstreute Dateien wieder vereint. Das beschleunigt die Festplattenzugriffe und damit den ganzen Rechner. Dazu eignen sich entweder der Bord-Defragmentierer von Windows (im Startmenü unter «Zubehör-Systemprogramme») oder die schnelle Freeware Disk Defrag. Den Defragmentierungsvorgang sollte man regelmässig nach grösseren Programm-Installationen, Deinstallationen und Windows-Updates ausführen. SSD und Arbeitsspeicher-Update können Zugewinn an Leistung bringen Als letztes Mittel lassen sich Computer auch mit neuer Hardware beschleunigen, zum Beispiel durch den Einbau einer SSD. Die Flash-Laufwerke können aber keine Wunder vollbringen und aus alten Möhren im Handumdrehen Raketen machen. Einen spürbaren Zugewinn an Geschwindigkeit bringt eine SSD unter Windows 7, wenn sie in einem Rechner mit Dual-Core-Prozessor und mindestens vier Gigabyte Arbeitsspeicher arbeitet. Auch ein Upgrade des Arbeitsspeichers auf 4 oder 6 GB macht sich bezahlt, wenn man viel mit Multimedia-Anwendungen arbeitet, weil der Computer dann nicht so viele Daten temporär vom Arbeitsspeicher auf die Festplatte auslagern muss, beispielsweise bei mehreren gleichzeitig geöffneten Medienprogrammen.Systemstart für Fortgeschrittene Wer bei Windows 7 am Systemstart schraubt und im Detail wissen möchte, wie sich die Einstellungen auswirken, kann einen Blick in die Ereignisanzeige des Betriebssystems werfen. Die startet durch Eingabe des Befehls «eventvwr» im Startmenü-Suchfeld. Unter «Anwendungs- und Dienstprotokolle/Microsoft/Windows/Diagnostics-Performance/Betriebsbereit» zeigen Ereignisse mit der ID 100 die Startdauer an, Ereignisse mit der ID 200, wie lange der Rechner zum Herunterfahren benötigt. Durch Eingabe des Begriffs «Zuverlässigkeit» im Suchfeld des Startmenüs erstellt Windows 7 einen Fehler- und Informationsbericht zum Betriebssystem. Darin ist auch eine Übersicht zur Systemleistung zu finden.
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