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Anschlag auf Israelis war laut Behörden Selbstmordattentat

Sofia - Der Iran hat jegliche Beteiligung an dem Selbstmordattentat auf israelische Touristen in Bulgarien bestritten. Bei dem Anschlag auf dem Flughafen in Burgas waren am Mittwoch sieben Menschen getötet worden, fünf Israelis, der Busfahrer sowie der mutmassliche Selbstmordattentäter.

bert / Quelle: sda / Donnerstag, 19. Juli 2012 / 07:48 h

Der Iran verurteile alle Anschläge auf unschuldige Zivilisten als unmenschlich, sagte der Sprecher des Aussenministeriums, Ramin Mehmanparast, am Donnerstag dem Nachrichtenportal Al-Alam. Es sei üblich, dass die israelische Regierung andere Länder beschuldige, um vom eigenen Terrorismus abzulenken. Die iranische Botschaft in Sofia erklärte, die «unbegründeten Erklärungen von verschiedenen Staatsmännern des zionistischen Regimes» erfolgten nach einem bekannten Muster und hätten einen politischen Hintergrund.

Israelische Touristen im Visier

Der Anschlag richtete sich gegen einen Bus, der israelische Touristen nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen von Burgas in das Terminal bringen sollte. Sie waren kurz zuvor in einer Maschine mit 151 Menschen an Bord in Burgas gelandet. Israels Verteidigungsminister Ehud Barak beschuldigte die radikal-islamische Hisbollah aus dem Libanon, mit iranischer Unterstützung den Anschlag verübt zu haben.



Nach Angaben der bulgarischen Regierung war das ein Selbstmordanschlag. /

Bereits unmittelbar nach der Tat hatte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem «iranischen Terror» mit einem massiven Gegenschlag gedroht.

Weltweite Empörung

Internationale Staats- und Regierungsvertreter äusserten sich empört über den Anschlag. US-Präsident Barack Obama sprach von einem «barbarischen Terroranschlag ». Sein Sprecher Jay Carney sagte, die Vereinigten Staaten «verurteilen solche Angriffe auf unschuldige Menschen, insbesondere Kinder, auf das Schärfste». Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle forderte, die Täter müssten für diese schreckliche Tat zur Rechenschaft gezogen werden. Die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton sprach den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus.

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