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Japanische Aktivisten auf Senkaku-Inseln

Senkaku-Inseln - Die Provokationen um die Senkaku-Inseln im Ostchinesischen Meer gehen weiter. Trotz Protesten aus Peking und eines Verbots der japanischen Behörden haben japanische Aktivisten die von Japan und von China beanspruchten umstrittenen Inseln betreten.

alb / Quelle: sda / Sonntag, 19. August 2012 / 09:18 h

Sechs Aktivisten, die zuvor mit einer Flottille aus Japan auf den Inseln eingetroffen waren, schwammen am Sonntagmorgen von ihren Booten aus los und betraten die Hauptinsel Uotsurijima, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Als Erster sprang der Vorsitzende der Gruppe Gambare Nippon («Vorwärts, Japan!») ins Wasser und schwamm mit einem Seil ans Ufer. Die anderen hielten sich am Seil fest und folgten ihm.

Von Japan und China beansprucht

Die sechs an Land gegangenen Aktivisten wollten nach eigenen Angaben zum höchsten Punkt der Insel wandern und dort die japanische Flagge hissen. Ein anderer Teilnehmer hatte zuvor gesagt, die Aktivisten wollten die japanische Nationalhymne singen und ein Picknick machen. China und Japan erheben gleichermassen Anspruch auf die Senkaku-Inseln. Die Flottille von rund 20 Booten aus Japan war am Samstagabend (Ortszeit) zu der Inselgruppe, die auf Chinesisch Diaoyu heisst, aufgebrochen, um den territorialen Anspruch Japans zu bekräftigen. China hatte Japan am Samstag aufgefordert, «umgehend auf jede Aktion zu verzichten, welche die territoriale Integrität Chinas untergräbt». Die japanischen Behörden, welche die Inseln kontrollieren, hatten den Aktivisten verboten, an Land zu gehen.

Auch chinesische Aktivisten waren da

Es war nicht die erste Provokation: Am Mittwoch waren 14 chinesische Aktivisten auf den Inseln gelandet, um Chinas Anspruch auf die Gruppe Nachdruck zu verleihen und gegen die Reise der japanischen Abgeordneten zu protestieren. Sie wurden von der japanischen Küstenwache festgenommen und des Landes verwiesen. Die unbewohnten Senkaku-Inseln werden von Japan kontrolliert. Sie liegen in reichen Fischgründen. In ihrer Umgebung werden grosse Rohstoffvorkommen vermutet.

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