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Drei Millionen Arbeitslose in Frankreich

Paris - In Frankreich ist die Zahl der Arbeitslosen im August erstmals über die Marke von drei Millionen geklettert. Dies ist der höchste Stand seit Juni 1999.

bg / Quelle: sda / Mittwoch, 26. September 2012 / 16:03 h

Arbeitsminister Michel Sapin gab die Zahl am Mittwoch im staatlichen Fernsehen bekannt, noch vor der erwarteten Veröffentlichung der offiziellen Statistik am Abend. Seinen Angaben nach stieg die Zahl der Menschen ohne Job den 16. Monat in Folge. Im Juli waren es noch 2,987 Millionen. Die Misere am Arbeitsmarkt bringt die seit wenigen Monaten amtierende sozialistische Führung des Landes unter Präsident Francois Hollande zunehmend unter Druck. Bis Jahresende sollen wichtige Reformen am Arbeitsmarkt in einem «historischen Kompromiss» besiegelt werden. Die Rufe nach Kurzarbeit wurden zuletzt lauter. Sapin sieht die desaströse Lage am Arbeitsmarkt als Ergebnis einer verfehlten Politik des abgewählten konservativen Präsidenten Nicolas Sarkozy. «Es handelt sich im Kern um die drei Millionen Arbeitslosen, die wir bei Antritt vorgefunden haben», sagte er dem Sender «France 2».



In Frankreich ist die Arbeitslosigkeit auf dem höchsten Stand seit 1999. (Symbolbild) /

Massenentlassungen angekündigt

Die hohe Arbeitslosigkeit drückt mittlerweile auch auf die Stimmung der Konsumenten. Das Barometer für das Konsumentenvertrauen sank im September um einen Punkt, wie das Statistikamt mitteilte. Zahlreiche Grosskonzerne wie Carrefour oder Peugeot haben Massenentlassungen angekündigt. Die Regierung intervenierte diese Woche bereits beim Pharmakonzern Sanofi und konnte nach eigenen Angaben das Sparprogramm etwas abmildern. Hollande hat am 9. September versprochen, den negativen Trend am Arbeitsmarkt bis 2013 umzukehren. Die Sozialpartner sind aufgerufen, sich bis Ende diesen Jahres auf wichtige Arbeitsmarktreformen zu einigen. Er sprach von einem «historischen Kompromiss», der nötig sei. Sein Industrieminister, Arnaud Montebourg, schlug am Dienstag vor, auch über Konzepte wie Kurzarbeit nachzudenken. Frankreich solle die Möglichkeit schaffen, dass Firmen im Abschwung die Arbeitszeit reduzieren könnten, damit sie nicht gleich entlassen müssten.

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 Kommentare lesen (1 Beitrag)
· Falsches BildKlartext73Mi, 26.09.2012 20:43
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Arbeitsmarkt

Mehr Gefängniswärter für Champ-Dollon Genf - Die überfüllte Genfer Strafanstalt Champ-Dollon wird bis Ende Jahr mit 85 Gefängnisaufsehern verstärkt. Mit dieser dringlichen Massnahme reagiert die Genfer Kantonsregierung auf den Protest des Wachpersonals gegen die Arbeitsbedingungen. Fortsetzung


Rentenreform: Verbände und Bundesrat uneinig Bern - Ende Jahr schickt der Bundesrat die Reform der Altersvorsorge in die Vernehmlassung. Bereits heute haben der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse und der Berufsverband KV Schweiz ihre Vorstellungen präsentiert: Das Rentenniveau soll gehalten und das Rentenalter nicht angetastet werden. Fortsetzung



Bankia: Verdacht auf verbotene Leerverkäufe Madrid - Die spanische Börsenaufsicht nimmt einen massiven Ausverkauf von Aktien der verstaatlichten Bankia unter die Lupe: Knapp 50 Millionen Aktien wurden am Donnerstag gehandelt - das war das Zweieinhalbfache der verfügbaren Anteilsscheine. Fortsetzung


Noch keine Straffung der US-Geldpolitik Washington - US-Notenbankchef Ben Bernanke bleibt bei seiner ultralockeren Geldpolitik. Die Federal Reserve werde so lange in grossem Stil Staatsanleihen und Immobilienpapiere kaufen, wie dies für eine substanzielle Verbesserung des Arbeitsmarktes in den USA nötig sei, sagte Bernanke am Mittwoch im US-Kongress. Fortsetzung


Wirtschaft

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Tokioter Börse bleibt instabil Tokio - Die Tokioter Börse hat sich von ihrem Kursrutsch wieder leicht erholt. Nach einer rasanten Berg- und Talfahrt rettete sich der japanische Leitindex Nikkei gegen Handelsende ins Plus und schloss 0,9 Prozent höher bei 14'612 Punkten. Fortsetzung


Ausland

Morddrohung im Ruby-Prozess Mailand - Die prominente Mailänder Staatsanwältin Ilda Boccassini hat im Zusammenhang mit dem sogenannten Ruby-Prozess gegen Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi Morddrohungen erhalten. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Mailand laut der Nachrichtenagentur ANSA mit. Fortsetzung


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