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Marcel Fässler strebt Hattrick anDer Mix aus Erfahrung, Selbstvertrauen und Gelassenheit soll Marcel Fässler am Wochenende beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans zum dritten Sieg in Serie verhelfen. Sébastien Buemi zählt zu den grossen Herausforderern.bg / Quelle: Si / Donnerstag, 20. Juni 2013 / 10:24 h
Für den Schweizer Automobilsport ist die Ausgangslage vor dem 24-Stunden-Rennen in Le Mans, einem der bedeutendsten Autorennen der Welt, höchst erfreulich und aussergewöhnlich. Fässler startet als Sieger der letzten beiden Austragungen, aktueller Weltmeister und WM-Leader am Steuer des Audi R18 e-tron quattro ins Rennen. Buemi werden im Toyota ebenfalls Siegchancen eingeräumt. Zudem darf vom Vorjahres-Vierten Neel Jani erneut eine Top-Klassierung erwartet werden.
Von Erfolg zu Erfolg Fässler wechselt sich am Steuer des Audi mit der Startnummer 1 mit dem Deutschen André Lotterer und dem Franzosen Benoît Tréluyer ab. Seit das Trio vor zwei Jahren erstmals in Le Mans hat triumphieren können, reiht es Erfolg an Erfolg. Neben dem zweiten Sieg im Vorjahr kam am Ende der letzten Saison mit dem WM-Titel ein weiterer Höhepunkt dazu. Auch bei der Hauptprobe auf den Klassiker in Le Mans im Mai, dem 6-Stunden-Rennen in Francorchamps, waren Fässler/Lotterer/Tréluyer siegreich. Von den drei Audi und den zwei Toyota, denen in Le Mans Chancen auf den Gesamtsieg eingeräumt werden, ist das Fahrzeug mit Fässler auf Grund dieser Erfolge leicht zu favorisieren. Zusätzlichen Druck verspürt der 37-jährige Vater von vier Töchtern deswegen nicht. «Im Gegenteil.Marcel Fässler will erneut gross auftrumpfen. / Foto: EQ Images
Ich gehe das Ganze vielleicht sogar eine Spur gelassener an. Für mich ist es wichtig zu wissen, dass ich das Rennen schon zweimal gewonnen habe. Das gibt zusätzliches Selbstvertrauen.» Trotz Selbstvertrauen, Gelassenheit und Erfahrung benötigt Fässler auch das notwendige Rennglück für den Hattrick, zumal es bei Audi gemäss dem Schweizer keine Stallorder gibt und die drei Audi-Fahrzeuge während 24 Stunden gegeneinander um den Sieg kämpfen dürfen. Einen steten Gefahrenherd bilden dabei die zahlreichen Überrundungsmanöver bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen. 56 Autos aus verschiedenen Kategorien sind in Le Mans am Start, darunter auch reine Amateur-Teams. Buemi mit wenig Erfahrung in Le Mans Eine missglückte Überrundung mit einem Fahrer aus einem Amateur-Team hatte im letzten Jahr den Hoffnungen von Sébastien Buemi ein Ende gesetzt. Durch den fürchterlichen, zum Glück glimpflich abgelaufenen Unfall seines britischen Teamkollegen Anthony Davidson war Buemis Premiere in Le Mans nach knapp fünf Stunden beendet. In diesem Jahr tritt der Formel-1-Testfahrer von Red Bull erneut mit Davidson und dem Franzosen Stéphane Sarrazin an. Auch ohne die Erfahrung einer gesamten Le-Mans-Renndistanz hofft Buemi bei seinem zweiten Einsatz an der Sarthe auf den Sieg, auch wenn er Audi in der Favoritenrolle sieht. «Ich glaube daran, dass wir dieses Rennen gewinnen können», sagt Buemi selbstbewusst. Teil der aktuellen Schweizer Erfolgsstory im Langstrecken-Bereich ist auch die Westschweizer Privat-Equipe Rebellion mit dem Seeländer Neel Jani. Mit den Rängen 6 und 4 war Rebellion in den vergangenen zwei Jahren das bestklassierte Privatteam. Jani, der sich das Auto mit dem einstigen deutschen Formel-1-Fahrer Nick Heidfeld und dem Franzosen Nicolas Prost, dem Sohn des vierfachen Formel-1-Weltmeisters, teilt, kann erneut auf einen Spitzenrang hoffen, zumal in 24 Stunden auch bei den favorisierten Werkteams viel Unvorhergesehenes passieren kann.
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