Montag, 18. Dezember 2017
VADIAN.NET, St.Gallen



Nachrichten.ch

Aktuell

Forum


Inland

Botschaft in Berlin feiert Gotthard-Tunnel mit Riesen-Schriftzug

Gegner der Stiefkindadoption für Homosexuelle drohen mit Referendum

Ja zu Subventionen für Wasserkraftwerke bei tiefen Strompreisen

Alles ist bereit für die Eröffnung des Gotthard-Tunnels

Wirtschaft

Wirtschaftsstandort Aargau

«Wir haben im Aargau alles bekommen, was ein Startup braucht»

MEM-Industrie: Erholungstrend bestätigt

Mobile App «BauFakten»

Ausland

Hunderte demonstrieren in Istanbul zum Gezi-Jahrestag

Islamischer Staat setzt Offensive im Norden Syriens fort

Deutschland und Grossbritannien erinnern an Skagerrak-Schlacht

Jens Stoltenberg gegen neuen Kalten Krieg

Sport

Newcastle buhlt um FCB-Stürmer Dimitri Oberlin

Constantin macht seine Drohung wahr

Die Schweizer Nati logiert an der Wolga

Matthias Hüppi ist neuer FCSG-Präsident

Kultur

Wunderkammern zum Entdecken

Augusta Raurica - Die Römerstadt am Rhein bei Basel

Das neue Zuhause der Fussballgeschichte

Schweizer Geschichte und Kultur erleben

Kommunikation

Gipfeltreffen für Digital Marketing und E-Business

Erfolg durch Personalisierung und Timing

Telefonmuseum Telephonica - Geschichte zum Anfassen

Bild- und Videosuche per Handskizze

Boulevard

Hippe Gastronomie - die kulinarischen Trends in der Schweiz

Aktuelle Wohntrends schätzen die Gemütlichkeit

blickfang Bern vom 24. bis 26. November 2017

Ihr Umzug - ein Kinderspiel!

Wissen

Fauna, Flora & Fun erleben

Inselspital eröffnet zentrale Biobank

Rückkehrende Touristen sollen Kondome benutzen

Frühchen: Schwache Knochen im Erwachsenenalter

Wetter


Kolumne


Möchten Sie zu diesen Themen eine eigene
Internetpräsenz aufbauen?

www.industrie.ch  www.zusammenstellung.swiss  www.bakterien.com  www.interesse.net  www.lebensgemeinschaften.or ...  www.menschen.shop  www.umweltbedingungen.blog  www.menschheit.eu  www.hinweise.li  www.grunprizip.de  www.renovationen.at

Registrieren Sie jetzt komfortabel attraktive Domainnamen!
domains.ch
Domainregistration seit 1995
Internes

Impressum


Werbung


Publireportagen


Newsfeed


Die veröffentlichten Inhalte sind ausschliesslich zum persönlichen Gebrauch bestimmt. Die Vervielfältigung, Publikation oder Speicherung in Datenbanken, jegliche kommerzielle Nutzung sowie die Weitergabe an Dritte sind nicht gestattet.

Nachrichten.ch (c) Copyright 2017 by news.ch / VADIAN.NET AG

Partner mit schlechtem Ruf

Evolution hat die unangenehme Eigenschaft, immer zu funktionieren. Ob uns das nun passt oder nicht. Umso blöder, wenn wir nicht bemerken, dass wir selbst an einem vitalen und gefährlichen Punkt auf sie Einfluss nehmen und uns, im Glauben uns zu schützen, dabei schädigen.

Patrik Etschmayer / Quelle: news.ch / Dienstag, 28. Juli 2015 / 07:49 h

Bakterien haben einen schlechten Ruf. Den meisten Menschen fallen diese vor allem im Zusammenhang mit Krankheiten, verdorbenen Lebensmitteln, Tod und Verderben ein. Und so wurden uns diese kleinen Kerlchen ja auch schon seit den Zeiten ihrer Entdeckung vorgestellt. Pasteurisieren, sterilisieren, desinfizieren und was man sonst noch im Kampf gegen die Mikroorganismen macht, gelten zu Recht als grosse Errungenschaften der Menschheit. Impfen und Antibiotika haben Millionen das Leben gerettet und wenn jetzt wirklich ein Impfstoff gegen Malaria auf den Markt kommen sollte, wäre dies ein weiterer Schlag gegen uns gefährliche Mikroorganismen. Doch diese Krankheitserreger - auch jene multiresistenten Keime, wie Clostridium Difficile, die in Spitälern Angst, Schrecken und den Tod verbreiten - sind einige wenige von Milliarden von Mikroorganismen, die uns gegenüber entweder gleichgültig sind oder uns sogar nützen. Denn Unmengen von Bakterien leben in und auf uns. Sie helfen uns beim Verdauen unserer Nahrung, sie beschützen unsere Haut vor Pilzbefall, sie bewahren uns vor Allergien und helfen uns, unser Gewicht zu bewahren.

Dass dies nicht die Ausnahmen sind, sollte uns anhand der Tatsache, dass wir - rein zahlenmässig - in unserem Körper in der Minderheit sind, klar werden: Auf und in uns leben zehnmal mehr Bakterien als wir Körperzellen haben. Ihr Gewicht bewegt sich je nach Körpergrösse zwischen zweieinhalb und vier Kilo, etwa doppelt so viel, wie unser Hirn wiegt.

Dieser regelrechte Dschungel von Kleinstlebewesen begleitet Tiere und Menschen seit Hunderten von Millionen Jahren und hat sich zum grossen Teil zusammen mit uns entwickelt und nicht gegen uns. Die Zusammenstellung variiert von Person zu Person, von Region zu Region und von Kontinent zu Kontinent scheinbar sehr stark. Zumindest nimmt man dies an, denn die Forschung in diesem Gebiet hat erst gerade begonnen und seit wenigen Jahren werden auch jene Bakterien systematisch gesucht und erforscht, die nicht von direktem medizinischem oder wirtschaftlichen Interesse für uns sind.

Doch schon jetzt zeigt sich, dass die Mikroben-Phobie unserer Gesellschaft verheerende Dinge in diesen «Biom» genannten Lebensgemeinschaften in unseren Körpern angerichtet hat. Der viel zu breite Einsatz von Antibiotika (sowohl in der Medizin als auch in der Landwirtschaft), die Verwendung von desinfizierenden Reinigungsmitteln und Seifen in Haushalten, die Verwendung von Farben und Beschichtungen an Häusern, die antibiotisch wirken (in den USA bei Renovationen unterdessen fast Standard und bei uns demnach auch bald Normalität), haben eine bedenkliche Entwicklung eingeleitet.

Denn diesen Attacken auf die Bakterien fallen vor allem die friedlichen Bakterien, die in Symbiose mit uns leben, zum Opfer. Wie neue Forschungen zeigen, entwickeln vor allem aggressive Bakterien Resistenzen, die in der Folge umso gefährlicher werden. Der Versuch, Bakterien mit Gewalt aus unserem Leben zu verdammen ist nicht nur aussichtslos, er ist idiotisch.



Multiresistentes Bakterium Clostridium Difficile: Ungewinnbarer Rüstungswettlauf /

Das Resultat ist ein Rüstungswettlauf mit diesen Mikrolebewesen, den wir unmöglich gewinnen können.

Auch scheinen manche Zivilisationskrankheiten mit diesem unbewussten Eingriff ins Biom zusammen zu hängen. Es gibt konkrete Hinweise darauf, dass beispielsweise Allergien durch die Veränderung des Bioms verursacht und auch bekämpft werden können. Schwere Verdauungskrankheiten wie Morbus Kron wurden in den USA bereits mit einer Verpflanzung der Darmflora kuriert, also mit den Darmbakterien einer anderen Person. Diese Fäkaltransplantation ist ein Beweis dafür, wie wichtig dass körperfremde Organismen für die Gesundheit sind. Und dass diese Verpflanzungen zum Teil grosse Gewichtsveränderungen gegenüber der Zeit vor der Erkrankung des Patienten verursachen können, ist ein Hinweis darauf, dass die Zusammenhänge noch um vieles komplexer sind, als man sich das bisher vorgestellt hat.

Die Fixierung auf das Negative der Bakterien hat uns zwar riesige Fortschritte in manchen Bereichen der Gesundheit gebracht, und niemand kann die Rückkehr zu Operationen mit Sepsis und Wundinfektion wünschen. Doch hysterische Hygiene an Orten, wo sie absolut unnütz ist (wie bei antiseptischen Handseifen, Klimaanlagen, welche die Aussenluft desinfizieren oder der schon erwähnten, weit überzogenen Verwendung von Antibiotika) bringt uns das Gegenteil dessen, das wir erhofft haben: Statt bessere Gesundheit zu liefern, zwingen diese Mittel jene Bakterien, die überleben wollen, aggressiv und resistent zu werden. Genau so, wie Evolution immer dafür sorgt, dass geänderte Umweltbedingungen die betroffenen Lebewesen zur Anpassung oder zum Aussterben zwingt.

Der neue Ansatz, dieses Universum von Lebewesen, dass seit Anbeginn der Evolution Teil der Lebensgemeinschaft war, zu erforschen ist positiv, aber ist für viele Menschen fremdartig, ja geradezu absurd. Denn der Ansatz des Kampfes gegen alles fremdartige und unbekannte ist wesentlich akzeptierter, ja geradezu ein Dogma geworden, in der heutigen Gesellschaft der westlichen Welt. Dazu wurde auch ein Grunprizip der Evolution gekidnappt und behauptet, dass nur der Stärkere überlebe. Dabei überleben jene, die sich am besten anpassen. Und das gilt auch, wenn die Anpassung durch Kooperation und Symbiose statt durch Konfrontation stattfindet.

Neoliberales Denken reflektiert sich auch im «Wir oder Sie»-Ansatz, der mit antibakteriellen Seifen, Putzmittel und Wand-Anstrichen gelebt wird. Die Idee, dass die meisten Bakterien für uns harmlos oder gar nützlich sein und uns vor Krankheiten sogar schützen können, ist für viele fast so abwegig, wie die Behauptung, dass Einwanderer eine Gesellschaft bereichern und verbessern könnten. Und die Tatsache, dass ein gesundes Biom einfach durch die Umwelt erworben und aufgenommen, aber nicht gekauft werden kann, macht diesen Weg zur besseren Gesundheit auch für die Pharma-Industrie unattraktiv.

So wird es diese Erkenntnis denn schwer haben, sich durchzusetzen. Doch in einer komplexen, von Chaos und Evolution geprägten Welt ist der Ansatz der Symbiose, der sich scheinbar seit Jahrmillionen bewährt hat, der einzige, der auf längere Sicht hinaus ein Überleben erlauben wird. Völlig egal, ob dies in den Zeitgeist hinein passt oder nicht.


In Verbindung stehende Artikel




Gute alte Zeit? Warum die Türe zu bleiben muss!





#Wurstgate&Biopolitik





Der Anteil der multiresistenten Bakterien bleibt unverändert hoch





Mikro-Terror in der guten Stube





Antibiotikaresistenz: Ökosystem dient als Speicher





Schweinemast: Zu viel Antibiotika ist «nur» Tierquälerei





Verdauung passt sich an Gift und Antibiotika an





Antibiotika-Resistenz: Forscher finden Ursache





Aktionsplan gegen Antibiotika-Resistenz

 Kommentare 
Ihre Meinung interessiert uns. Machen Sie mit und diskutieren Sie aktiv mit anderen nachrichten.ch Lesern.
» Ihr Kommentar
Publireportagen

«Ausländer-Kredit» für Investitionen in der Heimat? Immer öfter - gerade auch vor den Ferien - wird das Beratungsteam von kredit.ch angefragt, ob auch in der Schweiz lebende Ausländer die Möglichkeit haben, einen günstigen, fairen Kredit zu erhalten. Fortsetzung



Endlich: SMS versenden mit Outlook 2007/2010 St. Gallen - Das mühsame Getippe ist vorbei. Als erster Schweizer Anbieter stellt ASPSMS.COM eine Anbindung an den Mobile Service von Microsofts Outlook 2007/2010 zur Verfügung. Ohne zusätzliche Software können SMS bequem via Outlook 2007/2010 versendet werden – und das auch noch günstiger als mit dem Handy. Fortsetzung



Radiolino - Grosses Radio für kleine Ohren Radiolino ist das erste deutschsprachige Web-Radio der Schweiz für Kinder zwischen 3 und 12 Jahren. Das Programm richtet sich aber auch an Eltern, Grosseltern, Onkeln und Tanten, sprich an die ganze Familie. Fortsetzung








GA-CH: Das Halb-Millionen-Franken Schnäppchen Durch ungeschickte Avancen von SBB- und Post-Chefs, droht die Service-Public-Initiative tatsächlich angenommen zu werden. Von bürgerlicher Seite her solle laut einem Geheimplan daher ein volksnaher Alternativvorschlag vor den Wahlen als Killer-Argument gegen die Initiative publik gemacht werden. Dass dieser noch nicht öffentlich ist, liegt mal wieder am Geld. Fortsetzung


ROSS for Bundesrat? Eine renommierte US-Kanzlei stellt einen neuen Anwalt Namens Ross ein. Die Aufgabe: Teil des Insolvenz-Teams zu sein und sich durch Millionen Seiten Unternehmensrecht kämpfen. Und nein, ROSS ist kein armes Schwein, sondern ein Computerprogramm. Fortsetzung


Pharma/BioTech

Biosensor misst EKG und biochemische Signale San Diego - Forscher der University of California San Diego (UCSD) haben den ersten flexiblen, tragbaren Biosensor entwickelt, der biochemische und elektrische Signale misst. Fortsetzung


Novartis-Chef erwartet steigende Pharma-Marge Zürich - Langfristig werden die Margen in der Pharma-Sparte von Novartis steigen. Allerdings werde dies kein gradliniger Weg, sagte Novartis-Chef Joseph Jimenez bei einer Investorentagung. Vielmehr werde es ein eher holpriger Weg. Fortsetzung


Umwelt

Wolf hinter mehreren Schafrissen im Oberwallis vermutet Sitten - Seit Anfang Jahr wurden im Oberwallis mehrere Schafe von Wölfen gerissen. Zur letzten Attacke kam es in der Nacht auf Montag. Das Rissmuster deutet auf einen Wolf hin. Fortsetzung


Verheerende Folgen der Korallenbleiche am Great Barrier Reef Sydney - Wie befürchtet hat die massive Korallenbleiche am Great Barrier Reef in Australien verheerende Folgen. In der Nord- und Zentralregion seien mehr als ein Drittel der Korallen schon tot oder dabei, abzusterben, berichtete die James-Cook-Universität am Montag. Fortsetzung


Gesundheit

Flut neuer Drogen in Europa hält an Lissabon - Immer mehr neue Rauschmittel halten Einzug in Europa. Der europäische Drogenmarkt sei «nach wie vor robust», teilte die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) in ihrem am Dienstag in Lissabon veröffentlichten Jahresbericht 2016 mit. Fortsetzung


Prothese für High-Heel-Trägerinnen Forscher der Johns Hopkins University haben eine spezielle High-Heels-Prothese für Frauen mit amputierten Beinen entwickelt. Fortsetzung


Stellenmarkt.ch
wiss. Assistentin / Assistenten, Doktorandin / Doktoranden in Marketing Management Sie interessieren sich für Marketing und wissenschaftliches Arbeiten? Sie wollen an hochaktuellen und -relevanten Themen im Zusammenspiel zwischen...   Fortsetzung

Sales Representative Lab Products & Service 100% (w/ m) Ihre Aufgaben: Betreuung eines bestehenden & ausgesuchten Kundenstammes in der biopharmazeutischen Industrie und an Hochschulen Fokussierung,...   Fortsetzung

Servicetechniker/ in Kälte, Lüftung, Klima, Heizung (80-100%) Unsere Mandantin ist schweizweit vertreten und ist eine führende Firma in der Gebäudetechnik.Unsere Arbeitsort Winterthur / Schaffhausen...   Fortsetzung

Dipl. Pflegefachpersonen DN II / HF / IMC / NDS für Kurzeinsätze Ihr Profil: Sie bringen mindestens eine abgeschlossene Ausbildung als Dipl. Pflegefachperson HF / DN II mit, haben vielleicht zusätzlich einen IMC...   Fortsetzung

Fachspezialist/ in Industrie- und Gewerbeabwasser Sie beraten Betriebe, Behörden, Ingenieure und Private im Bereich Industrie- und Gewerbeabwasser. Sie beurteilen, kontrollieren und genehmigen...   Fortsetzung

Laborant 80-100% (m/ w) LABORATORIUM DR. G. BICHSEL AG Fabrikation steriler Lösungen Versorgungszentrum für Heimpatienten Nach Vereinbarung suchen wir, zur Ergänzung des...   Fortsetzung

Sachbearbeiter Leistungen Kollektivleben (m/ w) 80-100% Als Sachbearbeiter Leistungen Kollektivleben (m/ w) bearbeiten Sie Leistungsfälle der beruflichen Vorsorge im Bereich Invalidität und Tod für...   Fortsetzung

Dipl. Pflegefachperson HF/ FH 60-100% für den Tagdienst Ihre Aufgaben Ganzheitliche Betreuung und Pflege der Bewohnerinnen und Bewohner im Sinne des Leitbildes und des Pflegeprozesses Ausführen von...   Fortsetzung