Dienstag, 16. Januar 2018
VADIAN.NET, St.Gallen



Nachrichten.ch

Aktuell

Forum


Inland

Botschaft in Berlin feiert Gotthard-Tunnel mit Riesen-Schriftzug

Gegner der Stiefkindadoption für Homosexuelle drohen mit Referendum

Ja zu Subventionen für Wasserkraftwerke bei tiefen Strompreisen

Alles ist bereit für die Eröffnung des Gotthard-Tunnels

Wirtschaft

Wirtschaftsstandort Aargau

Wachstumsmarkt Automobile

«Wir haben im Aargau alles bekommen, was ein Startup braucht»

MEM-Industrie: Erholungstrend bestätigt

Ausland

Hunderte demonstrieren in Istanbul zum Gezi-Jahrestag

Islamischer Staat setzt Offensive im Norden Syriens fort

Deutschland und Grossbritannien erinnern an Skagerrak-Schlacht

Jens Stoltenberg gegen neuen Kalten Krieg

Sport

Der neue FCL-Coach Gerardo Seoane beginnt

Streller: «Es liegt nichts auf dem Tisch»

Der FC Luzern entlässt Babbel und ist sauer

Torjäger Simone Rapp wechselt nach Lausanne

Kultur

Wunderkammern zum Entdecken

Augusta Raurica - Die Römerstadt am Rhein bei Basel

Das neue Zuhause der Fussballgeschichte

Schweizer Geschichte und Kultur erleben

Kommunikation

Gipfeltreffen für Digital Marketing und E-Business

Erfolg durch Personalisierung und Timing

Telefonmuseum Telephonica - Geschichte zum Anfassen

Bild- und Videosuche per Handskizze

Boulevard

Hippe Gastronomie - die kulinarischen Trends in der Schweiz

Aktuelle Wohntrends schätzen die Gemütlichkeit

blickfang Bern vom 24. bis 26. November 2017

Ihr Umzug - ein Kinderspiel!

Wissen

Fauna, Flora & Fun erleben

Inselspital eröffnet zentrale Biobank

Rückkehrende Touristen sollen Kondome benutzen

Frühchen: Schwache Knochen im Erwachsenenalter

Wetter


Kolumne


Möchten Sie zu diesen Themen eine eigene
Internetpräsenz aufbauen?

www.beratungen.ch  www.leistungen.swiss  www.mittwoch.com  www.unrechts.net  www.gesinnungsimperialismus ...  www.fuersorgerische.shop  www.dimension.blog  www.familienangehoerigen.eu  www.kommission.li  www.eherecht.de  www.angesichts.at

Registrieren Sie jetzt komfortabel attraktive Domainnamen!
domains.ch
Domainregistration seit 1995
Internes

Impressum


Werbung


Publireportagen


Newsfeed


Die veröffentlichten Inhalte sind ausschliesslich zum persönlichen Gebrauch bestimmt. Die Vervielfältigung, Publikation oder Speicherung in Datenbanken, jegliche kommerzielle Nutzung sowie die Weitergabe an Dritte sind nicht gestattet.

Nachrichten.ch (c) Copyright 2018 by news.ch / VADIAN.NET AG

Nationalrat befasst sich mit dem Leid der Verdingkinder

Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag mit den Beratungen zur Wiedergutmachungsinitiative begonnen. Diese verlangt, dass ehemalige Verdingkinder und andere Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen finanzielle Leistungen erhalten. Zur Debatte steht auch ein Gegenvorschlag.

fest / Quelle: sda / Dienstag, 26. April 2016 / 20:46 h

Entscheiden wird der Rat am Mittwoch. Unbestritten ist, dass es sich um ein dunkles Kapitel der jüngsten Schweizer Geschichte handelt. Fürsorgerische Zwangsmassnahmen waren bis 1981 angeordnet worden. Zehntausende von Kindern und Jugendlichen wurden an Bauernhöfe verdingt oder in Heimen platziert, viele wurden misshandelt oder missbraucht. Menschen wurden zwangssterilisiert, für Medikamentenversuche eingesetzt oder ohne Gerichtsurteil weggesperrt - wegen «lasterhaften Lebenswandels» oder «Liederlichkeit».

Im Schweinestall geschlafen

Die Rednerinnen und Redner im Nationalrat zeigten sich fast durchs Band erschüttert. Manche berichteten von Begegnungen mit Opfern, andere von betroffenen Familienangehörigen - Beat Flach (GLP/AG) etwa von seiner Grossmutter, die als Verdingkind bei den Schweinen schlafen musste und Kartoffelschalen zu essen bekam, Matthias Aebischer (SP/BE) von seinem Grossvater, der fast täglich geschlagen wurde.

Die Erfahrungsberichte seien schockierend, stellte Roberto Schmidt (CVP/VS) im Namen der vorberatenden Kommission fest. Das helfe den Betroffenen aber nicht. Das psychische und physische Leid habe ihr Leben geprägt. «Wir müssen und wollen das grosse Unrecht, das diese Menschen erlitten haben, anerkennen und wenigstens teilweise wieder gutmachen.»

Auch Frauen könnten Geld verlangen

Gegen finanzielle Leistungen für die Opfer stellt sich die SVP-Fraktion und ein Teil der FDP. Zahlungen wären nur gerechtfertigt, wenn die staatlichen Handlungen dem damaligen Recht widersprochen hätten, argumentieren die Gegner. Allerdings wären die Taten in diesem Fall verjährt.

«Wir dürfen nicht einfach Geld verteilen, weil uns gerade der Sinn danach steht oder weil mit Filmen, Büchern und durch Medien ein öffentlicher Druck aufgebaut wurde», sagte Claudio Zanetti (SVP/ZH). Er warnte vor möglichen anderen Anspruchsgruppen. «Man stelle sich vor, dass eines Tages die Frauen kämen und sagten, sie hätten unter dem alten Eherecht gelitten.»

Nicht über Vorfahren urteilen

Hans-Ueli Vogt (SVP/ZH) sprach von einem «Gesinnungsimperialismus» in historischer Dimension. Was als richtig und falsch gelte, ändere sich zuweilen rasch. Es sei daher nicht richtig, den Stab über die Vorfahren zu brechen. «Dereinst werden Menschen, für das, was wir heute tun und lassen, Wiedergutmachung verlangen.»

Die Befürworter widersprachen: Es gehe nicht um Handlungen, die früher akzeptiert gewesen seien und heute als unangemessen gälten, sagte Karl Vogler (CVP/OW).



Im Nationalrat blickte man heute auf ein dunkles Kapitel der Schweizer Geschichte. /

Zu einem grossen Teil gehe es um strafrechtlich relevante Taten wie sexuellen Missbrauch. Thomas Müller (SVP/SG) stellte fest, rechtsdogmatisch hätten die Gegner vielleicht recht. Angesichts des erlittenen Leids sei das aber nicht das einzige Kriterium.

Zeichen der Anerkennung

Einig war man sich im Saal, dass eine «Wiedergutmachung» im eigentlichen Sinne nicht möglich ist. Die Anerkennung des Unrechts sei aber wichtig, sagten die Befürworter finanzieller Leistungen. Und Geld sei ein Zeichen dafür. Ausserdem könne Geld zumindest die Not etwas lindern - die seelische und materielle.

Für die Zahlungen plädierten auch SVP-Vertreterinnen und -Vertreter, unter ihnen Sandra Sollberger (BL), deren Vater Verdingbub war. Das Leid sei durch nichts gutzumachen, stellte sie sichtlich bewegt fest. Ihr Vater hätte das Geld wohl nicht gewollt. Sie setze sich dennoch dafür ein.

Für alle denselben Betrag

Im Vordergrund steht der indirekte Gegenvorschlag: Die Initianten haben in Aussicht gestellt, das Volksbegehren zurückzuziehen, sollte dieser ohne Änderungen angenommen werden. Mit dem Gesetz könnte den betroffenen Menschen schneller geholfen werden als mit der Initiative. Das sei angesichts des Alters vieler Opfer wichtig, hiess es im Rat. Es handelt sich indes nicht um den einzigen Unterschied zwischen Initiative und Gegenvorschlag.

Die Wiedergutmachungsinitiative verlangt Zahlungen im Umfang von 500 Millionen Franken. Die Höhe der Wiedergutmachung soll sich nach dem erlittenen Unrecht richten. Mit dem Gegenvorschlag stünden 300 Millionen Franken zur Verfügung, und alle Opfer würden den gleichen Betrag erhalten - wie viel genau, hängt von der Anzahl der bewilligten Gesuche ab.

Den tieferen Gesamtbetrag begründet der Bundesrat damit, dass er von einer tieferen Opferzahl ausgeht als die Initianten. Der Bund schätzt die Zahl der noch lebenden Anspruchsberechtigten auf 12'000 bis 15'000. Damit würde jedes Opfer 20'000 bis 25'000 Franken erhalten. Die Rechtskommission des Nationalrates schlägt vor, die Leistung auf 25'000 Franken zu begrenzen.

 


In Verbindung stehende Artikel




Verdingkinder sollen rund 25'000 Franken erhalten





Finanzielle Leistungen für Verdingkinder?





Wiedergutmachungs-Initiative wird vielleicht zurückgezogen





Höhe der Entschädigung von administrativ Versorgten ist umstritten





Bundesrat nimmt Anliegen der Wiedergutmachungsinitiative auf

 Kommentare 
Ihre Meinung interessiert uns. Machen Sie mit und diskutieren Sie aktiv mit anderen nachrichten.ch Lesern.
» Ihr Kommentar
Publireportagen

«Ausländer-Kredit» für Investitionen in der Heimat? Immer öfter - gerade auch vor den Ferien - wird das Beratungsteam von kredit.ch angefragt, ob auch in der Schweiz lebende Ausländer die Möglichkeit haben, einen günstigen, fairen Kredit zu erhalten. Fortsetzung



Endlich: SMS versenden mit Outlook 2007/2010 St. Gallen - Das mühsame Getippe ist vorbei. Als erster Schweizer Anbieter stellt ASPSMS.COM eine Anbindung an den Mobile Service von Microsofts Outlook 2007/2010 zur Verfügung. Ohne zusätzliche Software können SMS bequem via Outlook 2007/2010 versendet werden – und das auch noch günstiger als mit dem Handy. Fortsetzung



Radiolino - Grosses Radio für kleine Ohren Radiolino ist das erste deutschsprachige Web-Radio der Schweiz für Kinder zwischen 3 und 12 Jahren. Das Programm richtet sich aber auch an Eltern, Grosseltern, Onkeln und Tanten, sprich an die ganze Familie. Fortsetzung







Recht

«Costa Concordia»-Kapitän in 2. Instanz zu 16 Jahren verurteilt Florenz - Kapitän Francesco Schettino ist mehr als vier Jahre nach der Havarie der «Costa Concordia» auch in zweiter Instanz zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Das Berufungsgericht in Florenz bestätigte damit das Urteil aus erster Instanz. Fortsetzung


Bewährungsstrafe für frühere Miss Turkey wegen Beleidigung Erdogans Istanbul - Ein türkisches Gericht hat eine ehemalige Schönheitskönigin wegen Verunglimpfung von Präsident Recep Tayyip Erdogan zu einem Jahr und zweieinhalb Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Fortsetzung


Gesellschaft

Fahrende sorgen für Unmut im Kanton Bern Bern - Seit einigen Tagen campieren mittlerweile rund 350 ausländische Fahrende im bernischen Witzwil. Die Anwohner beklagen sich über Lärm, Dreck und Sachbeschädigungen. Die Behörden bitten um Geduld, denn die Fahrenden sollen das Gelände bis am Mittwochabend verlassen. Fortsetzung


Verheiratete Eltern machen Kinder selbstbewusster Kinder verheirateter Eltern haben mehr Selbstvertrauen und sind glücklicher, egal wie hoch das Einkommen der Familie unter dem Strich ist. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Untersuchung der britischen Marriage Foundation. Fortsetzung


Parlament

Nationalrat genehmigt Millionen-Nachtragskredite Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum laufenden Budget deutlich genehmigt. Vor allem die zusätzlichen Kosten für das Asylwesen gaben aber im Rat zu reden. Fortsetzung


Ständerat geht bei Unternehmenssteuerreform taktisch vor Bern - Bei der Unternehmenssteuerreform III will der Ständerat der Wirtschaft weniger weit entgegenkommen als der Nationalrat. Die kleine Kammer hat am Montag die Interessen der Kantone im Auge behalten und verschiedene Steuervergünstigungen für Unternehmen abgelehnt. Fortsetzung


Inland

Nationalrat sagt Ja zur Stiefkindadoption für Homosexuelle Bern - Homosexuelle sollen künftig Kinder ihrer Partner oder Partnerinnen adoptieren dürfen. Nach dem Ständerat hat auch der Nationalrat dieser Änderung des Adoptionsrechts zugestimmt. Fortsetzung


SBB behebt Fehler beim Billett-Preis Erstfeld UR - Fehlerhafte Preisberechnung: Wer das kombinierte Angebot für den Gotthard-Eröffnungsanlass vom Wochenende löste, bezahlte mehr, als wer Anreise und Gottardo-Shuttle einzeln kaufte. Nun aber hat die SBB das Problem gelöst. Fortsetzung


Stellenmarkt.ch
lic. iur / Steuerexperte / Partner Ihre Aufgabe: Ihre Hauptaufgabe umfasst die selbstständige Steuerberatung von juristischen und natürlichen Personen, das Mitwirken bei Firmenkauf-...   Fortsetzung

Clinical Project Manager 80-100% Ihre Funktion   Effiziente Planung und Koordination der Arbeiten an vielfältigen Studiendossiers in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedskliniken...   Fortsetzung

Fachspezialist/ in Industrie- und Gewerbeabwasser Sie beraten Betriebe, Behörden, Ingenieure und Private im Bereich Industrie- und Gewerbeabwasser. Sie beurteilen, kontrollieren und genehmigen...   Fortsetzung

Risk und Compliance Spezialist (w/ m) 100% Zu Ihren Aufgaben gehören: Aktive Ausübung der 2nd line of defense-Funktion, insbesondere Kontrolle und Überwachung der einschlägigen Kriterien (z....   Fortsetzung

Fellow Mercator Kolleg für internationale Aufgaben Während des 13-monatigen Kollegs arbeiten die Fellows weltweit in zwei bis drei internationalen Organisationen, NGOs, Think Tanks oder Unternehmen zu...   Fortsetzung

Kundenberaterin / Kundenberater Ihre Aufgaben: Administration im Bereich Fahrzeug und Führerzulassung Verarbeitung von Fahrzeug- und Führerausweisen Kundenberatung am Schalter und...   Fortsetzung

Unternehmensjuristen/ -in (100%) Die maxon motor Gruppe beschäftigt rund 2500 Mitarbeitende, davon über 1200 in Sachseln, und ist der weltweit führende Anbieter von präzisen...   Fortsetzung

eine/ n wissenschaftliche/ n Mitarbeiter/ in (100%) ZEWO Die Stiftung Zewo ist die Zertifizierungsstelle für gemeinnützige, Spenden sammelnde Organisationen in der Schweiz. Sie fördert die Transparenz...   Fortsetzung