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Eigene Akku-Power im Notfall teilen

Mithilfe von «PowerShake» lässt sich die Batterieladung eines mobilen Geräts kabellos mit anderen Personen und deren Geräten teilen.

kjc / Quelle: pte / Dienstag, 24. Mai 2016 / 12:22 h

Das von Forschern der University of Bristol entwickelte Tool besteht aus zwei Spulen, verbaut im Stromsender und im Stromempfänger. Das Besondere an PowerShake ist, dass es in kleine Geräte wie Smartphones oder Smartwatches passt und daher ideal für unterwegs ist.

Eigenen Strom anbieten

«Die Idee, kommende Smartwatches und Fitness-Tracker ohne zusätzliches Device und direkt am Smartphone per kabelloser QI-Technologie (induktive Energieübertragung) aufzuladen, klingt spannend und sinnvoll», so Maik Dahles von useful-IT gegenüber pressetext. «Die Smartphone2Smartphone-Übertragung mag in bestimmten Szenarien ebenfalls sinnvoll sein - allerdings erachte ich es in diesem Bereich eher als absolute Notfall-Funktion. Um einen wirklichen Nutzen daraus zu ziehen, müsste sich die Verbreitung von QI noch deutlich erhöhen.»

Aktuell werde ein Grossteil der Nutzer dieses Feature noch gar nicht nutzen können. Da scheine es einfacher und plausibler, den wichtigen Anruf von dem Gerät zu tätigen, welches noch ausreichend Strom hat. «Das Szenario, den wesentlich grösseren Akku eines Tablets kabellos anzuzapfen, klingt im Arbeitsalltag hingegen deutlich spannender», meint Dahles.



Das von Forschern der University of Bristol entwickelte Tool besteht aus zwei Spulen. /

Sollte sich QI irgendwann bei Smartphones und Mobile Devices als Standard durchsetzen, sei das Power Sharing aber ein interessantes und innovatives Feature, welches Kaufanreize setzen kann.

Befreiung des Smartphones

Wenn elektrischer Strom durch die Spule mit dem Stromsender fliesst, entsteht ein elektromagnetisches Feld, durch das der Strom zur anderen Spule übertragen wird. Den Wissenschaftlern zufolge funktioniert die Stromübertragung am besten auf kurze Distanzen. Bei Experimenten konnte PowerShake die Richtlinien für drahtlose Stromübertragung einhalten. Des Weiteren hielt das Gadget mit kommerziellen Alternativen mit. So ermöglichten zwölf Sekunden Ladezeit eine zusätzliche Minute Redezeit.

«Als Smartphones auf den Markt kamen, sind diese von den Menschen als befreiend empfunden worden, da diese auf kein Kabel angewiesen waren. Aber beim Aufladen des Akkus ist man nach wie vor abhängig von einem Stromkabel», erklärt Co-Studienautor Mike Fraser von der University of Bristol. «Nun geht es uns um eine erneute Befreiung der Smartphones - damit ein Aufladen ohne Anstecken eines Kabel möglich ist.»



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