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Linken-Fraktionschefin Wagenknecht mit Torte beworfen

Magdeburg - Ein unbekannter Mann hat die Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht auf dem Parteitag in Magdeburg mit einer Schokoladentorte beworfen. Zu der Aktion bekannte sich eine antifaschistische Initiative «Torten für Menschenfeinde».

kjc / Quelle: sda / Samstag, 28. Mai 2016 / 13:30 h

Ein Mann in einem weissen T-Shirt hatte sich am Samstag während der Eröffnungsrede des Parteivorsitzenden Bernd Riexinger der Linken-Fraktionschefin genähert. Laut Augenzeugen drängte sich der Mann vor die erste Reihe, in der Wagenknecht sass, und warf ihr eine braune Cremetorte direkt ins Gesicht. Dabei rief er unverständliche Parolen. Er wurde von Sicherheitsleuten abgeführt. Wagenknecht wurde umringt von Parteifreunden, die sie mit Jacketts vor den Kameras abschirmten, aus dem Saal geleitet. Riexingers Rede wie auch der Parteitag wurden nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt.

Wagenknecht zog sich nach der Attacke in ihrem Hotel um. Eine Parteisprecherin sagte, es werde Anzeige erstattet.



Riexingers Rede wie auch der Parteitag wurden nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt. /

Ordner hätten die Täter des Geländes verwiesen. Die Täter stammten augenscheinlich aus «linken Strukturen». Sie hätten sich als Pressevertreter angemeldet.

Politik mit «Volkszorn»

In ausgeteilten Flugblättern zogen die Aktivisten eine Linie von Wagenknecht zur AfD-Politikerin Beatrix von Storch. Beide teilten nicht nur die Torte im Gesicht, so der Zettel. Ein als Clown verkleideter Mann hatte die AfD-Politikerin bei einer nicht-öffentlichen Sitzung der AfD-Programmkommission im Februar in Kassel mit einer Torte beworfen.

In dem Flugblatt wird Wagenknecht vorgeworfen, sie sei wie die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) bemüht, den «Volkszorn» in politische Forderungen zu übersetzen. Zwischen AfD und Linken gebe es einen «nationalen Konsens».

Wagenknecht hatte Kritik auf sich gezogen mit der Position, nicht alle Flüchtlinge könnten nach Deutschland kommen. Diverse Linken-Politiker verurteilten den Angriff scharf und betonten, Wagenknecht sei klar gegen Rassismus und Diskriminierung.


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