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Sitzen macht krank: So bringen Sie Bewegung in Ihr Arbeitsleben

Die meisten von uns sitzen den ganzen Tag an ihrem Arbeitsplatz – unser Rücken bestraft das auf längere Sicht mit Rückenschmerzen. Um sie zu vermeiden, müssen wir uns zwischendurch bewegen!

ja / Quelle: IFJ / Dienstag, 7. Juni 2016 / 08:50 h

Da eine starre und permanente Sitzhaltung den Rücken, die Schultern und die Halsregion krank machen kann, sollten wir zwischendurch stehen, gehen und sogar laufen. Meetings im Stehen und Stehtische sind deshalb eine sinnvolle Ergänzung zum Sitzen am Schreibtisch.

Mit regelmässiger Positionsveränderung und Bewegung lassen sich Folgeschäden wie Verspannungen, Rückgratprobleme und Bandscheibenvorfälle deutlich reduzieren. Hier einige Tipps, wie wir häufige Fehler während der Büroarbeit vermeiden können.

Sitzposition ändern, auch mal im Stehen arbeiten

Fast alle Menschen, die den ganzen Tag im Büro verbringen, bewegen sich zu wenig. Nur Bewegung kann allerdings Rückenleiden vorbeugen! Da diese inzwischen ein Volksleiden darstellen und unzählige Arbeitnehmer davon betroffen sind, haben auch Arbeitgeber ein Interesse daran, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen.

Es gibt viele Möglichkeiten, den Körper in Bewegung zu halten. So sollte zum Beispiel während des Sitzens die Sitzhaltung immer wieder verändert werden. Die Voraussetzung dafür schaffen Bürostühle mit flexibler Rückenlehne oder mit Synchronmechanik. Wichtig ist, dass sich der Bürostuhl verschiedenen Sitzhaltungen anpasst. Mit dynamischerem Sitzen allein ist es jedoch noch nicht getan. Eine Steh-Sitz-Verstellung am Schreibtisch eignet sich ebenfalls sehr gut, um Bewegungsarmut entgegenzuwirken. Sehr empfehlenswert ist ein höhenverstellbarer Schreibtisch, bei dem der Wechsel vom Sitzen zum Stehen einfach und in nur wenigen Sekunden vollzogen werden kann. Wie unter joma.ch beschrieben, kann an einem solchen Tisch wechselweise im Stehen und im Sitzen gearbeitet und so eine Dynamik geschaffen werden, die dem Rücken wiederum extrem gut tut. Ein schöner Nebeneffekt: Wer an fünf Tagen in der Woche beispielsweise für jeweils drei Stunden am Tag steht, verbrennt täglich zusätzlich 750 Kalorien. Aufs Jahr umgerechnet entspricht das etwa 30.000 Kalorien, vier Kilo Fett oder ganzen zehn Marathonläufen!

Immer wieder aufstehen und umhergehen

Jeder Gang tut gut: Verlassen Sie Ihren Schreibtisch regelmässig und gehen Sie ein wenig umher. Greifen Sie nicht immer zum Telefon, um dem Kollegen etwas mitzuteilen, gehen Sie stattdessen zu ihm. Platzieren Sie Ihren Drucker nicht direkt neben Ihrem Schreibtisch, sondern in einem Nebenraum. Stellen Sie sich zum Telefonieren ans Fenster oder den Stehtisch. Perfekt ist es, zehn Prozent der Arbeitszeit gehend zu verbringen und etwa 30 Prozent im Stehen – und die Sitzhaltung mindestens dreimal pro Stunde zu verändern.

Bildschirm, Stuhl und Tisch perfekt positionieren

Ist der Bürostuhl nicht auf seinen „Be-Sitzer“ eingestellt und der jeweiligen Arbeitssituation nicht angepasst, können Fehlhaltungen und Verspannungen die Folge davon sein. Achten Sie darauf, Sitzhöhe, Sitztiefe und den Winkel der Sitzfläche korrekt auszurichten! Alle Arbeitsutensilien sollten so angeordnet sein, dass sie sich nicht vor der Tastatur befinden und Sie nicht darüber hinweggreifen müssen, um diese zu erreichen. Gegebenenfalls muss umsortiert werden – im Interesse Ihrer Schultern und Ihres Rückens.

Ausgleichstraining in den Pausen stärkt die Muskeln

Viele Menschen, die einen grossen Teil Ihres Lebens im Büro verbringen, haben eine schwache Rücken-, Rumpf- und Bauchmuskulatur. Ein gezieltes Ausgleichstraining kann helfen. Schon kurze Übungen, die in den Arbeitspausen durchgeführt werden, können sehr viel bewirken.

Viele Büroarbeiter plagen sich mit schmerzhaften Mikroverletzungen der Hand- und Armmuskulatur, die durch einseitige und ständige Bewegungen zum Beispiel mit der Computermaus entstehen. Ein spezielles Gel-Kissen stützt das Handgelenk und schont die Muskulatur – das bewahrt den Halteapparat vor Schäden.



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