| Freitag, 9. September 2011 16:20 Uhr |
| Auch Chance |
| Midas aus Kinshasa (2506 Kommentare seit Di, 04.11.2008) |
| Als alleiniges Mittel, mit Betonung auf alleiniges, empfinde ich das Schweizer Vorgehen als falsch.
Gemäss Finanzexperten in China und Singapore zerfällt der Euro-Raum in etwa zwei Jahren ganz oder teilweise. Die Deutschen selbst haben DM-Bestände gebunkert um sofort umstellen zu können. Kommt dieses Szenario, dann verwandeln sich Schweizer Buchverluste in sehr reale und sehr hohe Verluste. Vom weltweiten generellen Chaos mal abgesehen.
Wir sollten von den Asiaten lernen und zusätzlich von der Franken Stärke profitieren. Diese haben längst das Vertrauen in Dollar und Euro verloren und setzen ihre Cash Bestände sinnvoll ein. Über staatliche oder halbstaatliche Tochtergesellschaften werden Produktions- und Entwicklungsfirmen, Öl- und Minengesellschaften aufgekauft. Zudem wird der Goldbestand kontinuierlich und massiv erhöht. Die gleiche Strategie fährt Indien.
Die Schweiz müsste jetzt auf Shopping-Tour, stattdessen KMU-Gejammer und 2 Milliarden eventuell in den Sand setzten. Statt nur Dreckspapiere von Loosern zu kaufen, sollte man die Mittel auf Rohstoffe einsetzen. Aber da kommt wieder das alte "Verluste sozialisieren und Gewinne privatisieren" in's Spiel.
Es gab nicht einmal eine Replik an die Deutsche Bundeskanzlerin, die uns als schlechtes Beispiel im Bundestag darstellt. Warum? Weil wir kein Schuldenverein und eines der letzten 3 AAA-Rating Länder der Welt sind? Weil wir den Laden im Gegensatz zu ihr im Griff haben?
Sie könnte Ihren Mitbürgern erklären, dass der Deutsche Steuerzahler vorab fast € 250 Milliarden zahlt, damit Bürger aus Ländern wie Griechenland weiterhin keine Steuern zahlen, die Korruption pflegen können und um 50 in Rente gehen. Der Euro ist gescheitert. Die Politik kann es nur nicht zugeben.
Die Schweiz muss endlich diese Duckmäuser Rolle ablegen und Dampf machen. Ich wünsche mir endlich einen Bundesrat der nicht immer nur über die Schwächen quatscht und nachgibt, sondern die Stärken nutzt.
Die Zukunft liegt in Asien und Afrika. Europa und USA sind ein schlecht verwaltetes Auslaufmodell. Mit Ausnahme der Schweiz und Norwegen. Das sollten wir denn auch nutzen. |
|
|