| Samstag, 6. Februar 2010 13:33 Uhr |
| CH - D, 4:1 |
| Midas aus Kinshasa (2512 Kommentare seit Di, 04.11.2008) |
In gewissem Sinne haben Sie schon recht mit dem Schwarzgeld. Aber dafür gibt es ja Gesetze die für alle gelten. Auch für den Deutschen Staat. Nach gegenwärtiger Gesetzeslage haben die Banken bei Steuerflucht nichts falsch gemacht. Das heisst aber nicht das die Gesetze nicht angepasst werden sollten. Die Schweiz hat davon gut profitiert, genau so wie andere Staaten. Aber auch unsere Gesetze wurden nicht für Deutsche Steuerflüchtlinge gemacht, sondern primär für unser Volk. Wir sollten nicht vergessen das unser Land, somit wir alle, jahrzehntelang fett davon gelebt hat. Wir sind also als Volk die Günstlinge der jetzigen Gesetzeslage. Wir können diese Gesetzeslage nicht von heute auf morgen drehen. Da wurde zugegeben viel verschlafen. Wir müssen aber die Aenderungen in der gleichen Zeit auch noch wirtschaftlich kompensieren können. Ich will nicht andere Gesetze für Schweizer Bürger wegen deutschen oder französischen Steuerbetrügern. Wir sind ein souveräner Staat der auf die Probleme von Nachbarländer so weit als vertretbar eingehen sollte. Wir müssen aber nicht die Deutschen Gesetze und Verfassung übernehmen und überall gleich den Schwanz einziehen. Auch den bürgerlichsten Politikern will der Unterschied zwischen einer Steuerhinterziehung und einem Steuerbetrug nicht einleuchten. Etwa so als ob wir zwischen einem hässlichen und einem eleganten Raubüberfall unterscheiden würden. Ich glaube die Wege sind klar und finden eine Mehrheit. Anpassung an die OECD und Amtshilfe bei Verdacht, aber kein automatischer Datenaustausch. Wenn man ein Haus durchsuchen oder ein Telefon abhören will braucht es im Rechtsstaat auch eine richterliche Verfügung. Hier dürfen sich Politiker auch nicht über das Recht stellen, nur weil es um Steuern geht und die Länder pleite sind. Das unsere Demokratie als direkte Demokratie wesentlich besser funktioniert, kann man an den gegenwärtigen Diskussionen gut ablesen. Im Gegensatz zu Deutschland hinterfragen und kritisieren wir uns selber, können Fehler eingestehen. Die Deutschen können das nicht, obwohl das Grundproblem in ihrem Land liegt. Sie sehen sich immer im Recht und sind fern jeder Selbstkritik. Mitten in Europa liegt dieses kleine Dorf wie bei Asterix, dass den Anschluss an das neue Reich einfach nicht machen will und dem es dabei noch besser als den Mitgliedsstaaten geht. Wir werden lernen müssen mit diesem Druck zu leben, weil sie uns brechen und einverleiben wollen. Das sieht man auch daran dass alle anderen Steueroasen in Ruhe gelassen werden. Zukünftig werden mehr Leute ihr weisses Geld in die Schweiz bringen weil Sie dem Euro und dem Dollar nicht mehr so trauen werden. Der Schweizer Franken ist die wichtigste Fluchtwährung in Krisen. Griechenland, Spanien, Portugal sind pleite. Deutschland und UK mit Rekordverschuldung. Der Kurs spiegelt das jetzt schon. Wir haben unsere Probleme noch immer gelöst und kamen aus Krisen meist gestärkt raus. Also in Bezug auf Moral, Ethik, Selbstkritik und Anpassungsfähigkeit ein klares 4:1 für die Schweiz. |
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