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Thema:Glaubenssätze vor dem Altar des Marktes
Mittwoch, 24. August 2011 00:17 Uhr
Ein Freund
kubra aus Rufi (2805 Kommentare seit Di, 23.09.2008)
wenn ich denn weiss, was ich tue. Ich hatte das Privileg, einem Schulkameraden über die Schulter zu sehen, wie er in einer halben Stunde ein paar hundert Millionen bewegt und dabei einige Millionen für seinen Arbeitgeber verdient hat. Er bekommt einen Bonus, wenn's gut läuft. Wenn nicht, hat er Pech gehabt. In dem Business wird niemand dafür bezahlt, seinen Bürostuhl zu wärmen. Die SP/Linken sind dafür, diese Art des Geldverdienens zu verteufeln. Ich behaupte, einfach deshalb, weil sie das Geschäft nicht verstehen wollen. Ist auch schwierig für sie. Da gibt's keinen Hochkommissar und keine Übermutter, die die Gewinne zuteilen. Keinen Fünf - Jahresplan, den man sich zurecht schummeln kann, sondern es gelten die blanken, nackten und ungeschönten Wahrheiten des Marktes, die sich Zahlen ausdrücken und für jedermann sichtbar und nachvollziehbar lesen lassen. Die einfache Quintessenz daraus - Ist Dein Apfel faul, kauf ich bei einem anderen Händler. Der Apfel der SP/Linken ist schon lange faul. Die Politik hat eine andere Aufgabe, als der Markt. Ja. Sie muss die Leitplanken setzen, innerhalb derer sich die Marktteilnehmer bewegen. Je mehr sie sich in den Markt einmischt, desto grotesker wird allerdings das Ergebnis. WIr erinnern uns der Finanzkrise. Ausgelöst wurde sie in den Staaten. Und zwar deshalb, weil die Regierung Clinton/Gore damals auf Teufel komm raus erzwingen wollte, dass jeder Amerikaner mit einer Kreditkarte sein eigenes Haus haben sollte. Kaum wurde das politisch besiegelt, haben die neuen Hauseigentümer ihre Häsuer bis über den Dachboden belehnt und Geld für "ihr" Haus nachgeschmissen bekommen. SIe bekamen Geld für etwas, dass ihnen gar nicht gehörte, weil die Banken froh waren, das Geld, das die Zentralbank in Haufen druckte und den Banken verschenkte, irgendwie "sinnvoll" einzusetzen. Die Banken haben auf diese "geliehenen" Häusern, die eigentlich ihnen gehörten, noch weitere Finanzprodukte erfunden und verkauft, so dass am Schluss die Häuser bis über den Dachstock mehrmals verpfändet und verkauft waren. Das ging solange gut, als niemand den Gegenwert für sein Pfand verlangte. Als die erste Bank zugeben musste, dass man Schrott verkauft hatte, ging's los wie mit Dominosteinen. Nein. Die Politik sollte sich aus dem Marktgefüge raushalten. Sie verzerrt die Realität und sorgt für Extreme im Gleichgewicht zwischen Anspruch und Wahrheit. Gerade die Sozialisten sollten nach der Erfahrung mit der Sowjetunion und Nordkorea wissen, dass man den Menschen nicht vorschreiben kann, wie sie arbeiten, konsumieren und handeln. Dass wir auch in der Schweiz nicht mehr davor gefeit sind, dass ein sesselpubsender Staatsbeamter einen Fünf-Jahresplan erlässt und ihn vom Bundesrat absegnen lassen kann, befremdet mich. Zur Börse. Momentan würd ich nur Geld investieren, wenn ich es für fünf Jahre liegen lassen kann. Kurzfristig auf zwei Jahre spekuliert würd ich Dollar kaufen. Euro gibt's in drei Jahren nicht mehr, aber darauf wett ich nicht, weil das Wunschdenken meinerseits ist. Die Italiener haben diesbezüglich kontraproduktiv gerade laut überlegt, eine Schuldenbremse einzuführen. Viele EU Staaten beginnen in ihrer Not vom Primus zu lernen und kopieren die Schweiz. Ich überlege, in der heutigen Situation Immos im Euroraum zu kaufen. Wald und landwirtschaftliche Fläche übersteht übrigens auch die grössten Umbrüche und Kriege. Ausser das Grundbuchamt brennt ab. Kopien der Dokumente sicher zu lagern, empfiehlt sich.
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5 Kommentare
· Meist
kubraMo, 22.08.2011 01:08
· Der Markt Dein Freund
MidasMo, 22.08.2011 11:02
· Ein Freund
kubraMi, 24.08.2011 00:17
· Dieser Markt wird
keinschafFr, 19.08.2011 21:01
· Verstehe ich richtig
JasonBondFr, 19.08.2011 15:01
 
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