| Donnerstag, 4. Februar 2010 01:18 Uhr |
| Eine deutsche Stimme |
| Magnus aus Gerlikon (1619 Kommentare seit Mi, 09.04.2008) |
"Liebe Leserin, lieber Leser, für Angela Merkel ist die Sache klar: Die gestohlenen Daten von Schweizer Bankkunden sollen gekauft werden. Verständlich, immerhin versprechen sich die Kanzlerin und ihr Finanzminister Wolfgang Schäuble davon Hunderte von Millionen Euro. Für die deutschen Behörden hat sich der Kauf von brisanten Informationen bereits einmal rentiert: 2006 zahlten sie 5 Millionen Euro für eine CD, auf der sich Informationen über 845 Fälle potenzieller Steuerhinterziehungen fanden. In insgesamt 588 Fällen wurde von der Staatsanwaltschaft ein Verfahren eingeleitet. Eine stattliche Stange Geld, die dadurch in die klammen Kassen gespült wurde - nicht zu vergessen die Steuern auf die 5 Millionen Euro, denn natürlich musste der Informant diese Summe ordnungsgemäß versteuern. Jetzt ist erneut eine CD mit Informationen über mögliche Steuerhinterziehungen aufgetaucht und erneut werden moralische und ethische Fragen gestellt: Darf der deutsche Staat als Hehler auftreten? Darf ein Diebstahl belohnt werden? Fordern die Behörden mit der Zahlung der verlangten Summe nicht indirekt dazu auf, brisante Daten zu stehlen und straffrei zu versilbern? Schäuble sagte im Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen: "Die politische Entscheidung über den Umgang mit dem Datenangebot ist im Grundsatz schon vor zwei Jahren mit der Liechtenstein-CD gefallen. Diese Linie behalten wir bei". Der Kauf der heißen Scheibe aus der Schweiz dürfte dafür sorgen, dass ein ganz neues Geschäftsmodell entsteht: Datendiebstahl bei Banken könnte sich zum Zukunftsmarkt entwickeln - immerhin winkt eine Belohnung in Millionenhöhe und eine neue Identität gibt es gratis noch dazu. Als möglicher Ausweg aus der Misere, die auch die Beziehung zwischen Deutschland und der Schweiz auf die Probe stellt, könnten lang anhaltende Verhandlungen dienen: Dann könnte der geplante Kauf der Daten als Druckmittel auf Steuersünder genutzt werden und sie zur Selbstanzeige zwingen. Auch nicht die feine englische Art - aber besser als die deutsche Art, in aller Öffentlichkeit als Hehler aufzutreten. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre Ihrer GeVestor Woche, Ihr Tino Hahn, Chefredakteur" Ende des Zitats Es gibt viele. die so denken in Deutschland, vor unter den denkfähigen Deutschen.
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