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Thema: Die Legende von der Moral und dem Geld
| Freitag, 5. März 2010 13:35 Uhr | | Freie Marktwirtschaft |
| Midas aus Kinshasa (2515 Kommentare seit Di, 04.11.2008) | Seit zwei Tagen versuche ich eine Antwort der Gegner einer freien Marktwirtschaft zu bekommen. Was ist die Alternative?? Hier geht es doch eigentlich nicht um Parteien, sondern darum dass die Politiker generell überfordert sind. Mal ganz parteifrei: Die Schweiz steck mit Europa in der gleichen Ausrichtungs-Krise. Wir werden in den nächsten Jahren das Wachstum unserer Markwirtschaft in Europa nicht so beibehalten können wie bis anhin. Der Wettbewerb über Energie und Ressourcen mit grösseren Volkswirtschaften ist zu gross. Somit besteht die grosse Aufgabe in den nächsten Jahren darin, das neue Wachstum zu bestimmen und zu gestalten. Zudem, wollten wir gleiches Wachstum wie jetzt beibehalten so ginge dies hauptsächlich zu Lasten unserer Umwelt. Wachstum muss nicht zwangsläufig mehr Konsum heissen. Das neue Wachstum soll soziale Sicherheit, sozialer Frieden und moderne Infrastruktur sein. Die Vorstellungen von einer reinen Konsumgesellschaft wandeln sich langsam aber stetig zu mehr Lebenskomfort. Anders als in den letzten Jahren die durch Konsumwachstum bestimmt waren, heisst dieses neue, kleinere Wachstum somit nicht mehr Geld in der Tasche und mehr Konsum für den Einzelnen, da eben in globaler Konkurrenz die Preise steigen werden. Europa hat bis anhin Spitzen-Knowhow und Spitzen-Engineering verkauft. Nur, das können die Inder und Chinesen nun auch. Sie wandeln sich immer mehr von reinen Fabrikstandorten zu Ländern mit gleichem Angebot wie Europa und werden so Konkurrenten in Bereichen die nichts mit billig Lohn zu tun haben. Die Tendenz wird sein dass vermehrt schlecht bezahlte Fabrikjobs wieder in Europa aufgebaut werden. Dies birgt weiteren sozialen Zündstoff. Die Frage ist also nicht freie Marktwirtschaft oder nicht und wie man diese möglichst stark reguliert. Es gibt einfach keine bessere Alternative. Sondern wie richten wird diese Marktwirtschaft aus und welche Art von Wachstum wollen wir. Der Staat soll fördern und fordern, nicht bestrafen und verhindern. Politiker arbeiten für die nächsten Wahlen und nicht für eine langfristige, ökonomische Ausrichtung. In dieser wichtigen Frage als Weichenstellung für die nächsten Generationen ist die Politik in ganz Europa, inklusive Schweiz, zur Zeit uneinig und daher überfordert. Ja sie hinkt sogar der Realität hinterher. Damit wir überhaupt ein langfristigeres, kleineres Wachstum erreichen können, müssen wir die Grundlagen der freien Marktwirtschaft dazu benutzen unsere Infrastruktur und Ausrichtung auf nachhaltige Technologien und Umweltschutz auszurichten. Dabei sollten wir uns möglichst schnell von umkämpften und hochpreisigen Ressourcen wie fossilen Brennstoffen so gut als möglich trennen. Dieser ökonomische Wandel wird auch einen moralisch, ethischen Wandel bringen, der in Gesetzen auftauchen wird. Um diesen Wachstumswandel aber schnell und effizient umzusetzen, braucht man eine funktionierende, freie und sich selbstregulierende Marktwirtschaft. Wenn man sich dies also so überlegt, nur auf diese Ausrichtung eingeht und ein gesundes, soziales Wachstum in einer freien, sozialen Marktwirtschaft will, müsste man also eigentlich die Grün Liberalen wählen. |
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| | | | Magnus | Fr, 05.03.2010 01:04 | | | Midas | Fr, 05.03.2010 07:41 | | | hubabuba | Fr, 05.03.2010 08:37 | | | Magnus | Fr, 05.03.2010 10:33 | | | JasonBond | Do, 04.03.2010 18:16 | | | thomy | Do, 04.03.2010 21:35 | | | Midas | Fr, 05.03.2010 00:56 | | | thomy | Fr, 05.03.2010 10:43 | | | hubabuba | Fr, 05.03.2010 11:15 | | | Midas | Fr, 05.03.2010 00:59 | | | JasonBond | Fr, 05.03.2010 12:38 | | | Midas | Fr, 05.03.2010 13:35 | | | jorian | Fr, 05.03.2010 13:46 | | | hubabuba | Fr, 05.03.2010 14:47 | | | JasonBond | Fr, 05.03.2010 14:06 | | | Romanus | So, 28.02.2010 20:50 | | | Midas | So, 28.02.2010 23:54 | | | thomy | Do, 04.03.2010 14:32 | | | hubabuba | Do, 04.03.2010 15:17 | | | |
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