| Montag, 30. November 2009 15:47 Uhr |
| Freiheit statt Verbote |
| freiundgleich aus Zürich (3 Kommentare seit Mo, 30.11.2009) |
Die Völker haben einige hundert Jahre für ihre Freiheit gekämpft. Vereins- und Religionsfreiheit gehören zu den den grossen Errungenschaften der modernen Zivilisation. Daraus ergibt sich, dass diese Dinge viel wichtiger sind als die seltsame Idee die Volksinitiative zu missbrauchen für ein Ding, das abwechslungsweise die 3 Minarettchen verbieten will, die in den nächsten zehn Jahren wohl in der Schweiz gebaut worden wären, dann aber wieder so tut, wie wenn es die Rechte für die Frauen im "Islam" (wie wenn es den einen Islam geben würde) stärken wollte - was sowieso höherer Blödsinn ist von dieser Partei, die gegen Kinderkrippen und Schulreforen und für Heimchen am Herd kämpft und deren Mitglieder die Muslime als billige Arbeitskräfte in die Schweiz geholt haben. Die Leute waren diesmal emotional ziemlich aufgeheizt. Wenn man sie in 2 Jahren sachlich und genau informiert nochmals abstimmen lässt, werden sie zu 60% nicht mehr für die Bagatelle eines Minarettverbotes stimmen (das kein einziges Problem der Schweiz löst), sondern sich für Freiheit und Gerechtigkeit einsetzen. Mein Rat: Kümmert Euch nicht zu sehr um dieses "Minarettverbot", informiert die Leute, was Religionsfreiheit in einer modernen Gesellschaft bedeutet, und lasst Euch Eure Freiheit nicht von diesen Patriarchen vermiesen, die das Rad der Zeit zurückdrehen möchten mit dem Motto: wir waren zuerst da, und Ihr müsst gehorchen (so haben wir damals als Kinder am Sandhaufen gestritten). Wer weiss, was sie sich als nächstes Verbot ausdenken? Das "Minarettverbot" lässt sich glücklicherweise auf die Länge genau so wenig wie ein Parabolantennenverbot oder ein Solarkollektorenverbot durchsetzen - vergesst es! Volksaufwiegelung in Krisenzeiten war noch nie demokratisch, und ein demokratischer Volksentscheid wird diesen Ausrutscher früher oder später wieder korrigieren. |
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