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Thema: Freiburger Polizei entdeckt 25 Kilo Marihuana
| Montag, 26. Dezember 2011 05:11 Uhr | | Gar kein schlechtes Motto |
| keinschaf aus Henau (844 Kommentare seit Sa, 09.04.2011) | | "Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss"
Ein gutes Motto, ganz allgemein. Es drückt nämlich aus, dass man dem Nachbarn nicht ungefragt in den Garten schauen und seine Nase nicht in jedes fremde Privatleben stecken will. Eine Form des Respekts.
Das Gegenteil davon sind die "Gutmenschen". Sie respektieren keinerlei individuelle Entscheidung. Alles muss "im Kollektiv" entschieden werden, wobei dieser Kollektiv, real betrachtet eben gar keiner ist. Sondern die Ueberzeugung, dass die für sich selbst getroffenen und als richtig erachteten Entscheidungen auch für alle anderen die richtigen seien. Unterscheidet sich nicht wirklich stark von sektiererischem Kleinbürgertum und religiöser Verblendung. Die Angelegenheit entwickelt sich dabei wie eine Spirale: Durch die Ueberzeugung, das richtige Rezept für die anderen zu besitzen, entwickelt sich das Verhalten, die Ansicht der anderen gar nicht mehr zu beachten. Das wiederum bestärkt die Ueberzeugung, das Vorgehen sei richtig und notwendig. Zu allem Uebel breitet sich diese Methode dann bald auf weitere Lebensbereiche aus... Strassenverkehr, Gesundheit, Erziehung... um nur einige davon zu nennen, die schon von diesem Virus infiziert sind.
Mich persönlich ekeln alkoholisierte - auch sogenannt "leicht" alkoholisierte Leute eher an. Festgelage mit Wein... und darauffolgenden seltsamen bis peinlichen Diskussionen unter sonst eher verklemmten Leuten, die sich durch den Alkohol etwas Lockerheit und Mut geholt haben und mit dieser Lockerheit dann gar nicht umgehen können... nicht mein Ding. Aber wenn diese Leute sich besaufen möchten, dann dürfen die das tun. Meinetwegen kann jeder tun und lassen, wie er will.
Das Argument, dass dabei "Unkosten" entstehen, lasse ich nicht gelten. Das Leben kostet nun mal und zum Leben gehört nicht nur, täglich um 7 Uhr aufzustehen, Kinder zu machen und gesund zu sterben. Auch Freizeitsportler verursachen "Unkosten" und Tote. Wenn man die Angelegenheit mit den Unkosten zu Ende denkt, dürfen wir uns nur noch mit Helm zwischen Wohnung und Arbeitsplatz bewegen, um 9 Uhr ins Bett und Ferien... wären viel zu riskant.
Ich finde die ganze Diskussion der letzten Jahre, über "was mich meine Mitbürger alles kosten" sowieso eine mentale Verluderung. Was ist das nur für eine materialistische Scheiss-Einstellung?
Man kann darüber diskutieren, welche Leistungen die Allgemeinheit erbringen soll und welche nicht. Aber man kann doch nicht beschliessen, gewisse "Unkosten" der Allgemeinheit aufzubürden und dann perfiderweise nach Gesetzen schreien, die den Leuten die Freiheit nehmen sollen, die eben jene Unkosten erzeugen könnte. Perfid ist wirklich milde ausgedrückt.
Dass man die Kiffer "nicht sieht", ist leider unwahr. Man sieht sie sogar viel öfter, als früher. Heute muss natürlich in den Bahnhofsarealen herumgehängt und die "Guuge" vor allen Leuten reingezogen werden. Wenn Sie sagen, die Arbeit leide darunter... vielleicht ist das so. Wie stark? Bei welcher Arbeit?
Das führt dann zu der Frage: Was ist zumutbar? Was sind wir für eine Gesellschaft geworden? Als ich ein Bub war, kannte man die Pappenheimer im Dorf gut. Bei uns gab es so eine Handvoll Alkoholiker - im Gegensatz zu heutigen Verhältnissen ganz angenehme und oft amüsante Gestalten. Die waren bestimmt nicht für hochqualifizierte Arbeiten einsetzbar - aber sie hatten eine Arbeit, alle. Es war also möglich, auch nicht hochleistungsfähige und nicht hoch qualifizierte Arbeitskräfte sinnvoll zu integrieren, bzw. gar nie aus der Gesellschaft herauszu"ächten". Seltsam eigentlich, hat doch die nahe Vergangenheit heute oft den Ruf des "Kleinbürgertums", wie ihn die linken 68er nannten. Ich habe nie etwas davon als spiessig empfunden, vor allem nicht, wenn ich es mit dem Neo-Spiessertum der heutigen Zeit vergleiche, wo alles und jeder perfekt sein muss. Jeder hat und ist. Oder will und möchte.
Dass in so einem System nicht jeder bestehen kann, dass es nicht jedermann für cool und lebenswert betrachtet, in dieser globalen Castingshow mitzuellbögeln, das leuchtet offenbar nur wenigen ein.
Aber es ist genau dieses Verhalten der Gesellschaft - die diesen Namen eigentlich gar nicht mehr verdient, wir sind keine Gesellen, wir sind schon nahe dem Sozialdarwinismus - das die hohen Kosten für die Allgemeinheit verursacht. Die Leute stellen ungeheuer hohe Ansprüche an sich und die Umwelt und die meisten sind sich ironischerweise sogar bewusst, dass diese Ansprüche kaum zu erfüllen sind - aber es wird mitgemacht.
Dann dürfen sich die aber nicht beklagen, wenn diese Ansprüche "Unkosten" verursachen. Die lebenden "Unkosten" wurden nicht befragt und sie haben es sich in vielen Fällen nicht selbst ausgesucht.
Wer nicht akzeptieren kann, dass das Leben an sich "kostet" (und nicht "unkostet"), der darf auch gehen. Nur das ist gratis.
Nehmen Sie das nicht persönlich, das ist keineswegs an Sie gerichtet.
Danke für ihr inspirierendes Motto ;-) |
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| | | | Pacino | Mo, 26.12.2011 18:18 | | | Querschleeger | Sa, 24.12.2011 15:03 | | | zombie1969 | Fr, 23.12.2011 19:16 | | | Midas | Sa, 24.12.2011 14:18 | | | thomy | Sa, 24.12.2011 15:41 | | | jorian | Sa, 24.12.2011 18:26 | | | thomy | Sa, 24.12.2011 21:44 | | | jorian | So, 25.12.2011 05:06 | | | keinschaf | Sa, 24.12.2011 21:58 | | | keinschaf | Sa, 24.12.2011 21:59 | | | Midas | So, 25.12.2011 03:25 | | | thomy | So, 25.12.2011 13:17 | | | keinschaf | So, 25.12.2011 17:01 | | | jorian | So, 25.12.2011 18:31 | | | thomy | Sa, 24.12.2011 15:33 | | | Martin | Sa, 24.12.2011 17:38 | | | thomy | Sa, 24.12.2011 21:40 | | | keinschaf | Sa, 24.12.2011 21:54 | | | thomy | Sa, 24.12.2011 23:58 | | | keinschaf | So, 25.12.2011 00:25 | | | keinschaf | So, 25.12.2011 00:29 | | | thomy | So, 25.12.2011 13:19 | | | jorian | Mo, 26.12.2011 05:49 | | | thomy | Mo, 26.12.2011 11:37 | | | Steson | So, 25.12.2011 10:15 | | | keinschaf | Mo, 26.12.2011 05:11 | | | Steson | Mo, 26.12.2011 18:45 | | | Querschleeger | Di, 27.12.2011 01:03 | | | |
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