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Thema: Verdienen Vasella & Co. immer noch zu viel?
| Samstag, 26. September 2009 04:14 Uhr | | Gibt keine Patentlösung |
| Midas aus Kinshasa (2515 Kommentare seit Di, 04.11.2008) | Es ist ein Grundproblem der gut gehenden Wirtschaft, dass man mit Geldspekulationen mehr Geld verdienen kann als mit Produktion. Somit meinte ich mit abwanderndem Kapital nicht jenes dass für Kapitalspekulationen an den Finanzmärkten oder als Anlage gebraucht wird, sondern jenes für Produktionsinvestitionen. Da habe ich mich nicht klar ausgedrückt. Dies führt sehr wohl zu Abwanderung von verknüpften Arbeitsplätzen. Die Boni sind oftmals nur ein zusätzlicher und auch oft intransparenter Lohnbestandteil. Meist in Form von Aktienoptionen. Damit ist die persönliche Bereicherung abhängig vom Börsengang und den zum Teil gesteuerten Kursen. Probleme sind dabei auch die oft verwendet US GAP-Buchhaltung und ein verkürzter Horizont von Quartalsabschlüssen ohne langfristige Ausrichtung. Gemessen wird eigentlich in kurzen Zeiträumen von diesen drei Monaten mit den Forward Looking Statements. Somit sind die Manager hauptsächlich an den Börsenkursen interessiert, richten sich danach aus und spielen die Klaviatur der "rechtlich zulässigen Beschönigung und Bilanztricks". Ich hätte auch keinen Lösungsvorschlag, weil man privaten Unternehmungen keine Einschränkungen machen sollte. Einen Ansatz sehe ich aber definitive bei den Milliarden der Pensionskassen, die solche horrenden Löhne ja indirekt stützen und deren Fondsverwalter zu sehr damit beschäftigt sind sich die eigenen Taschen mit Millionen zu füllen, als sich für die Versicherten einzusetzen. Diese Verwalter winken dann an einer GV einfach alles ab, weil es sie eh nicht interessiert und weil sie indirekt "gekauft" sind. Ein zweiter Ansatz ist, dass Finanzinstitute nicht eine Kommission von verkauften Wertpapieren erhalten dürfen und somit jedes Dreckpapier für viel Geld an den Mann/Frau bringen wollen um zu kassieren, sonder nur aus der entsprechenden Performance vergütet werden dürfen. Schwierig, aber ein Ansatz. Hier haben Banker mit hohem Risiko und fremder Leute Geld am Meisten verdient. Ich wurde immer ausgelacht wenn ich ehrlich sagte ich verstehe diesen Hedgefund oder dieses Derivat nicht also Finger weg. Heute weiss ich, die Banker haben es auch nicht verstanden, aber verkauft. Bezüglich Produktion teile ich Ihre Meinung nicht ganz. Dies ist stark Produktbezogen. Was Sie zu Stadler sagen stimmt natürlich. Aber das sind Hightech-Industriegüter mit einem Quentchen Heimatschutz. Sonst könnten wir Züge ja auch in Japan einkaufen. Die Swatch kann zum Beispiel durch den hohen Grad der Automation weiter in der Schweiz produziert werden. Aber auch die Schweiz braucht Arbeitsplätze für wenig Qualifizierte. Deutschland ist für mich ein sehr schlechtes Beispiel, weil da mittlerweile Löhne bezahlt werden, mit denen kein Arbeiter überleben kann. So müssen Zweit- und Drittjobs daher. Die Lohnnebenkosten sind viel zu hoch und der Arbeiterschutz so weit, dass man es sich dreimal überlegt wen, ob und warum man jemanden einstellen sollte. Das ganze Umfeld ist nur noch unternehmerfeindlich mit Ausnahme von strategischen Produkten für das Land (Autos z.Bsp.). Nehmen wir aber mal Software Programmierung für Swiss. Die kommt aus Bangalor Indien. Das ist auch Hightech und diese Länder holen in allen Bereichen auf. Auch in der Chemie und Pharma. Diese Länder haben super Unis und trichtern den Kindern nicht immer ein "du musst eine Lehre machen und Büezer werden" wie die Schweizer Lehrer. Wir beschränken ja die Aerztezahl, damit wir dann Deutsche Aerzte importieren können. Die Schweiz, wie auch die EU verlieren massiv an Boden und zwar schnell. Ein Land das nicht mehr produzieren kann, hat verloren. Dass man die oberen Marktsegmente nicht verteidigen kann wenn man die unteren Marktsegmente nicht kontrolliert, wissen wir spätestens seit der Uhrenkrise vor Swatch. Jetzt noch zu Ihrer Aussage bezüglich Banken Verkleinerung. Ich zitiere: "Aber mir ist z. B. nicht klar, wie man die Grösse einer Bank beschränken soll, wie es die Rechtspopulisten vorschlagen". Die ist einfach falsch. Dieser erste Vorschlag an einer Presskonferenz wurde ja von der buntesten Truppe gemacht, nämlich Levrat (SP), Blocher (SVP) und Nicolas Hayek (parteilos, aber wahrscheinlich FdP freundlich). Also sicher nicht rechtspopulistisch. |
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| | | | Midas | Fr, 25.09.2009 15:25 | | | BigBrother | Do, 24.09.2009 10:59 | | | olaf12 | Do, 24.09.2009 11:23 | | | Midas | Do, 24.09.2009 12:34 | | | olaf12 | Do, 24.09.2009 13:58 | | | Midas | Do, 24.09.2009 15:02 | | | Magnus | Do, 24.09.2009 18:38 | | | Midas | Do, 24.09.2009 19:45 | | | Magnus | Fr, 25.09.2009 00:36 | | | Querschleeger | Fr, 25.09.2009 01:57 | | | Magnus | Fr, 25.09.2009 09:04 | | | Querschleeger | Fr, 25.09.2009 13:22 | | | Magnus | Fr, 25.09.2009 14:28 | | | Midas | Fr, 25.09.2009 15:36 | | | Magnus | Fr, 25.09.2009 16:03 | | | Midas | Fr, 25.09.2009 17:54 | | | Magnus | Fr, 25.09.2009 18:52 | | | Midas | Sa, 26.09.2009 04:14 | | | Magnus | Sa, 26.09.2009 09:04 | | | jorian | Sa, 26.09.2009 09:24 | | | thomy | Sa, 26.09.2009 09:36 | | | Magnus | Sa, 26.09.2009 10:48 | | | Midas | Sa, 26.09.2009 14:51 | | | Midas | Sa, 26.09.2009 14:34 | | | Magnus | So, 27.09.2009 01:36 | | | bewusstsein | Fr, 25.09.2009 20:47 | | | Querschleeger | Fr, 25.09.2009 16:31 | | | thomy | Fr, 25.09.2009 17:50 | | | Querschleeger | Fr, 25.09.2009 18:17 | | | thomy | Fr, 25.09.2009 18:42 | | | thomy | Fr, 25.09.2009 10:39 | | | thomy | Do, 24.09.2009 20:03 | | | olaf12 | Fr, 25.09.2009 03:34 | | | Magnus | Fr, 25.09.2009 09:47 | | | Bogoljubow | Do, 24.09.2009 15:42 | | | BigBrother | Do, 24.09.2009 16:18 | | | Midas | Do, 24.09.2009 19:35 | | | kubra | Fr, 25.09.2009 03:40 | | | » Mitreden |
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