| Samstag, 31. Oktober 2009 21:28 Uhr |
| Gratulation |
| orchidee aus Zürich (2 Kommentare seit Sa, 31.10.2009) |
Den beiden Preisträgern gratuliere ich von Herzen, aber zum Schreiben bewegt mich die Vergabe an den Vertreter der Jenischen. Die ethnische Minderheit der Jenischen (ob fahrend oder in Wohnungen lebend) in der Schweiz sind der Anerkennung mit der Ehrung von Robert Huber wieder ein Stücklein näher gekommen. Es ist eine Ehrung aller Jenischen. Diese schweizerische Minderheit, in allen dialektalen Färbungen sprechend, in den hintersten Bergkrachen oder den grossen Zentren (Zürich und Bern) wohnend, ist ethnisch verfolgt worden. Das ist die korrekte Bezeichnung für den Kinderraub, die erzwungenen Adoptionen, die Sterilisationen von jungen Müttern. Aber die Überlebenskraft der Jenischen ist gross. Ihr Familiensinn, die Musik, ihre Widerstandskraft auch in schlechten Umständen noch zu überleben und sogar dann und wann aufzuleben, macht sie stark. Ihre eigene, wieder entdeckte Sprache, ihre z.T. sehr originellen Organisationen sind Gaben, mit denen sie zur Vielfalt und zum menschlichen Reichtum in unserem Land sehr, sehr viel beitragen.. Ich freue mich.
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