| Dienstag, 12. Januar 2010 19:29 Uhr |
| Ich meine Folgendes |
| ulenspigel aus Winterthur (419 Kommentare seit Do, 23.04.2009) |
Toleranz beginnt doch dort, wo die Menschen miteinander reden und versuchen sich zu verstehen. Mich persönlich hat es sehr betroffen gemacht, dass Sie OHNE DEN FILM GESEHEN zu haben einen zu Urteil über einen Menschen gekommen sind, der vielleicht nur aufgrund von Ängsten ( zumeist irrational ) für uns unverständliche Sachen für den Schutz seiner geliebten Familie, also seiner Kinder macht. Ich sehe hier keinen Extremismus und Intoleranz, sondern die berechtigte Sorge des Vaters um seinen Sohn, der aus einen anderen Kultur kommt und seine "Erfahrungen" nun in unsere Gesellschaft hineinprojiziert. Mit einem Diktat oder mit "Entweder oder sonst ..." kann man in solchen Fällen nicht weiterkommen und schadet eigentlich unserer "Gesellschaft" viel mehr. Das sind meine Gedanken. Übrigens, meine Kinder haben keinerlei Kulturschäden aus der Schulzeit davongetragen. Vielmehr habe ich den Eindruck bekommen, dass Sie alle miteinander ( die Jungen untereinander ) sich gegenseitig Unterstützen. Ob Christlich oder Muslim oder Atheistisch. Ob Italiener, Türke, Albaner oder Tibeter. Ob Transsexuel, Schwul oder Lesbisch oder einfach normal. Irgendwie haben sie es gelernt sich gegenseitig zu repektieren und vor allem Rücksicht aufeinander zu nehmen! Das ist es was ich will. Freie Menschen die andere Menschen als Ihre Geschwister ansehen. Mit Ihren Fehlern und Schwächen! Und weil es ein paar wenig boshafte Ausrutscher gibt - das tut mir im Herzen schon weh, wenn ich es schreibe - sollten wir ( auch wenn wir davor Angst haben ) nicht alle in den selben Topf werfen. Vielleicht fehlt einfach der Dialog, die gemeinsame Unternehmung wie Dorffest oder ein paar Treffen in der Schulklasse, wie wir es in Winterthur gemacht haben, damit wir gegenseitig als Eltern unsere Ängste und Erwartungen erzählten. Das war am Anfang nicht einfach. Einige konnten kein Deutsch. Nur italienisch, türkisch oder Jugoslawisch. Aber wir haben uns am Schluss verstanden und gesehen, dass wir alle das Beste für unsere - ich schreibe unsere - Kinder wollen. Erwarte ich jetzt zuviel, wenn ich mich für jeden Einzelnen einsetze und mich gegen Pauschalurteile wehre ?
|
|
|