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Thema: SVP bläst zur Volkswahl des Bundesrates
| Montag, 25. Januar 2010 13:18 Uhr | | Ins eigen Fleisch |
| Magnus aus Gerlikon (1619 Kommentare seit Mi, 09.04.2008) | könnte sich die SVP mit dieser initiative da meiner Meinung schneiden, denn es zeigte sich doch immer wieder, dass Ihre Kandidaten wenige Chancen haben. Die Partei wird gewählt, ihre Kandidaten für Regierungsämter aber selten. Und wie will sie denn halten mit Ihrem Statut, dass nur der von Ihr vorgeschlagene Kandidat die Wahl annehmen darf? Das Volk wird eine solche Beschränkung seiner Wahl mit Sicherheit nicht akzeptieren. Wie soll die Konkordanz gewahrt werden? Kann jede Partei höchsten zwei Kandidaten stellen oder wie? Ich finde, diese Partei sollte nicht solche unausgegorenen Initiativen ergreifen. Grundsätzlich bin gar so gegen eine direkte Bundesratswahl, zuvor müssten jedoch die Abläufe und Prozedere und vor allem die Finanzierung genau geklärt sein. Niemand dürfte sich die Wahl kaufen können. Das wäre alles im Voraus zu klären. Was bildet sich Toni eigentlich ein, glaubt er, ich würde so einem unausgegoren Konzept zustimmen? Glaubt er, ich würde seinen Argumenten mit dem Staatsvertrag mit der USA und dem Bankgeheimnis auch nur einen Augenblick folgen? Ich erinnere mich an den Besuch Blochers in den USA im Falle Tinner. Wie hat dieses Grossmaul damals gekuscht, als man ihm bescheinigte, entweder werden die Akten den USA ausgeliefert oder vernichtet. Da hätte auch er auf der Stelle zurücktreten müssen. Also, die können es trotz Brunners Getöse auch nicht besser. Und das Bankgeheimnis, das uns angeblich so viel am Ausland verdienen lässt, ist eine reine Augenwischerei. Im Jahre 2008 betrug das BIP pro Einwohner 70 000 im Jahr. Wenn man dazu den Beitrag der Banken, das ausländische Kapital und davon wieder den Anteil, der angeblich wegen des Bankgeheimnisses verwalteten Gelder in Beziehung setzt bleiben im allergünstigsten Fall ca. 20 Franken pro Kopf und Monat für den Bürger.(Es ist ja nicht einmal gesagt, ob die meisten Guthaben nicht auch ohne das Bankgeheimnis hier verwaltet würden, schliesslich hat der Staat Schweiz noch andere Qualitäten und nicht nur ein Bankgeheimnis mit dubioser Unterscheidung von Steuerhinterziehung und -betrug ins Feld zu führen.) Das Bankgeheimnis ist eine Chimäre oder ein Mythos, das man einsetzt, um die Leute schwindelig zu reden, weil niemand ja genau weiss, was das eigentlich bedeutet.
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