| Donnerstag, 26. November 2009 12:30 Uhr |
| Ist doch egal |
| Midas aus Kinshasa (2390 Kommentare seit Di, 04.11.2008) |
Typisch. Bei Islamisten-Türmchen, Grippepanik oder dem Bärchen sind alle dabei. Bei diesem Thema zwei kleine Kommentare. Nachricht von gestern! Dabei geht es um ein Duopol mit 80 % höheren Preisen als das umliegende Ausland. Leuenberger redet dann noch über Wettbewerb, wenn zwei Firmen an den Tisch sitzen um die gegenseitigen Einnahmen aus der Interkonnektion zu verhandeln. Da ist ein Kartell nicht mal mehr nötig. "Die Swisscom nimmt die Fusion gelassen hin". Ja aber klar doch! Sie müssen die Preise jetzt ja nur noch mit Orange absprechen und im schlimmsten Fall teilt man sich den Kuchen und hat je 50 % Marktanteil. Da wäre bei einer richtigen Liberalisierung total anders gekommen. Gut eingefädelt damals, als man aus Heimatschutz gründen Diax wählte und Telefonica, Deutsche Telekom, etc. abblitzen liess, damit ja niemand der Swisscom von Anfang an weh tun könnte und die Lobbyisten ihre Pfründe in der Tasche hatten. Typisch Schweiz halt: "Liberalisierung ja natürlich! Aber doch nicht ganz, oder?" Die Weko kann der Fusion nur zustimmen, wenn Frequenzen und einige Standorte der Sunrise abgegeben werden müssen. Somit hätte ein weiterer Anbieter noch eine Chance. Wenn überhaupt noch einer will. Die Schweizer Telekom-Liberalisierung wurde gestern zu Grabe getragen. Den meisten Schweizern ist das egal. Darum kommt die Politik und die Wirtschaft auch damit wieder ungeschoren durch. Kein Hinterfragen, kein Protest, brav abzocken lassen. |
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