| Mittwoch, 13. Januar 2010 12:55 Uhr |
| Lieber Midas zwar ein bisschen.. |
| caissa aus Spiegel (460 Kommentare seit Fr, 17.07.2009) |
direkt geschrieben aber auch in meinem Sinn. Ich gehe da noch weiter und plädiere gar dafür dass sich die Familie auch nicht einmischen soll, solange der/die Patient/in resp. der/die Sterbewillige noch selber klar entscheidungsfähig ist. Meinen Frau ist in der Paliativpflege tätig. Entsprechend wird dieses Thema auch zuhause oft aufgegriffen. Dabei muss ich immer wieder feststellen dass das individuelle Spektrum zwischen Lebenwollen und Sterbenwollen für diese Personen unterschiedlich aber auch sehr gross ist. Da liegt zum Beispiel (real) ein Patient im Leiden mit dem tiefsten Wunsch sterben zu können und zu dürfen, während dem die Familienangehörigen, oft die halbe oder ganze Sippe sich um das Bett versammeln, sich gegenseitig Mut und Hoffnung zuprechen, ja sogar beten dass der/die Leidende doch nicht sterben möge. Keiner von Ihnen ist willig dem Wunsch des/der Sterbenden zu folgen und/oder ernsthaft mit dem Arzt oder mit Sterbehelfern ein Gespräch zu suchen. Das Verdrängen des zu erwartenden Trauerns oder Leidtragens über den dann Verstorben hindert an der Entscheidung den Leidenden Menschen doch nach seinem eigenen Wunsch zu erlösen. Wo ist da die Nächstenliebe, die Menschlichkeit wenn man dem Leidenden Menschen den letzten Frieden verwehrt?
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