| Donnerstag, 12. Januar 2012 11:40 Uhr |
| Lügen und Wahrheit |
| JasonBond aus Strengelbach (3587 Kommentare seit Do, 14.01.2010) |
| Hildebrands Buchgewinn
-yr. Mit den Investitionen, die Philipp und Kashya Hildebrand am 15. August 2011 auf ihrem Konto bei der Bank Sarasin tätigten, haben sie bis heute einen Buchgewinn von 91'841 Fr. erzielt. Beim eingesetzten Betrag von insgesamt 495'000 Fr. entspricht dies bei Kursen vom Mittwochnachmittag einer Performance von 18,6 %, die innerhalb eines halben Jahres erzielt wurde. Der wesentliche Teil des Buchgewinns wurde mit dem Kauf von Dollar für den Betrag von 400'000 Fr. erzielt, hier beträgt die Performance 20,3 %. Zudem kaufte Hildebrand damals für 95'000 Fr. Aktien (Nestlé, Roche, Weatherford), hier beträgt die durchschnittliche Rendite 11,3 %. Damit liegt er knapp unter dem Marktverlauf, hat doch der SMI als Referenzwert in derselben Periode 12,9 % zugelegt.
Ein kleiner Teil der Käufe wurde auf das Sub-Konto der Tochter verbucht. Umstritten ist, wie stark Philipp Hildebrand in den von seiner Frau in Auftrag gegebenen Kauf von Dollar im Bilde war. Unbestritten ist hingegen, dass er gleichentags den Kauf der Aktien anordnete. Weil buchhalterisch das Prinzip «first in, first out» gilt, lagen die am 15. August gekauften Dollar zumindest am 15. Dezember, dem Zeitraum der Überprüfung, noch immer auf dem Konto der Hildebrands. Der Verkauf von Dollar Anfang Oktober wurde aus dem Bestand gespeist, der im März gekauft wurde (1,1 Mio. $). Somit hat Hildebrand bis Mitte Dezember aus den am 15. August getätigten Investitionen keinen Gewinn realisiert, sondern bloss einen Buchgewinn erzielt. Trotzdem trat er kurz vor Weihnachten dem Gewinnvorwurf beim Dollar-Kauf entgegen, indem er an die Berghilfe 75'000 Fr. überwies.
Dies sind Fakten erfreulicherweise endlich mal veröffentlich durch die NZZ.
Die Weltwoche würde gut daran tun, nicht immer nur die passenden Fakten zur Propagandabildung zu Veröffentlichen. Aber eben... |
|
|