| Mittwoch, 13. Januar 2010 10:09 Uhr |
| Meine allgemeinen Gedanken dazu: |
| thomy aus Bern (3529 Kommentare seit Mi, 07.05.2008) |
Das Leben ist halt einfach etwas, denke ich, das man leben sollte, solange man es selbst noch zu steuern vermag! Aber sich schon heute Gedanken zu machen, welche Suizidmethode wohl die beste wäre, das finde ich nun einfach falsch! Falsch finde ich vor allem Gedankengänge, die ins Negative münden ... Der Tod ist zwar eine für uns alle unausweichliche Tatsache, aber deshalb DIESE Perspektive für das eigene Leben vor sich zu haben, das hindert daran, sich wirklich am Leben erfreuen zu können, solange dies möglich ist! Sogar als Pflegepatient, die Meisten erleben es ja nicht so, vielleicht sogar durch Palliativpflegefachpersonen betreut, gibt es offenbar noch grosse, freudige Erlebnisse, die auch ein solches Leben noch lebenswert machen können. Dies hatte ich in meiner Pflegepraxis nicht selten staunend mit erlebt! Niemand kann ernsthaft von "Wunderwaffe" Palliativpflege sprechen, wenn er/sie nicht genau weiss, was dies heisst und bedeutet - für die Gepflegten! Für Patienten, die Palliativpflege benötigen, heisst dies, dass sie auf dem Weg zum Sterben sich befinden, aber oft sehr wohl geistig noch hellwach sind (vielleicht erst recht) und alles wahrnehmen, was rund um sie und mit ihnen selbst vorgeht! Viele haben irgendwo andauernde Schmerzen, die der Facharzt durch geeignete mehr oder weniger starke Medikamente zu lindern versucht, so dass der/die Patientin die Tage, die noch bleiben, friedlich und schmerzfrei verbringen kann. Eine Betreuung mit einer natürlichen Herzlichkeit und Gefühl und Hilfsbereitschaft UND Fachkenntnis, ist die Voraussetzung, dass palliative Betreuung sogar das sterbende Leben noch lebenswert macht! Ich denke, Marylou, so wie Sie schreiben, kennen Sie diese Wichtigkeit der Palliativpflege auch. Für die Palliativ-PflegerInnen und die spezialisierten Aerzte, die ich kennen gelernt habe, empfinde ich eine grosse Hochachtung! Würde es diese feinfühligen Menschen nicht geben, so wäre das Sterben für viele Kranke immer noch ein langes Leiden und ein grosser Schrecken ....! |
|
|