| Mittwoch, 26. Mai 2010 16:25 Uhr |
| Minarett -- schlechtes Beispiel |
| Aremad aus Thunstetten (260 Kommentare seit Mi, 24.09.2008) |
Das Minarettverbot ist ein extrem schlechtes Beispiel für den vorherigen Kommentar, denn dann würde das Volk wohl gemäss diesem Vorbild auch dafür stimmen, die Armee so zu behalten wie sie ist (was ich übrigens auch erwarten würde, man würde sich niemals einer europäischen Armee anschliessen, wenn das Volk entscheiden kann. Immer noch zu fest verwurzelt ist die Armee... noch). Was halt alle zögern zu sagen, ist doch einfach: die Armee hat schlicht kein Bedrohungsszenario mehr -- mindestens solange Europa stabil bleibt, also sicher noch die nächsten 10 Jahre. Terrorismus wäre das einzig Denkbare und dort ist das Problem: die Schweiz ist uninteressant für Terroristen. Und da die Armee nicht gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt werden kann, ist sie als Anti-Terror-Einheit schlicht nutzlos. Bleibt einzig noch: Berufsarmee oder abschaffen. Das zweite ist nicht durchsetzbar politisch, also nehmen wir das kleinere erste Übel. Volkswirtschaftlich sicher besser als unsere chaotische Milizarmee, wo der Arbeitgeber jedes Jahr für 3-4 Wochen auf einen Mitarbeiter verzichten muss, was wohl v.a. den KMU wenn nicht gerade eine Krise ist, zu schaffen macht (noch dazu kriegt er dann als Entschädigung nur 80% EO, meistens werden aber die 100% durchgereicht). Das ganze Modell Milizarmee ist doch einfach veraltet. Und für die Leute, die finden, die Jungen sollten mal noch zusammen etwas unternehmen (der einzige gute Grund für eine Milizarmee), wäre eine Alternative: Zivilschutz der Standard, Armee die Ausnahme. |
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