| Mittwoch, 10. März 2010 18:43 Uhr |
| Nun, wenn wenigstens |
| Magnus aus Gerlikon (1619 Kommentare seit Mi, 09.04.2008) |
ein Fortschritt in der Erkenntnis der Realität eintritt, dann kann man das ja noch als normalen Denkprozess auffassen. Nicht alle sind gleich schnell im Begreifen. Was die SVP aber wieder mal vom Stapel lässt, ist nur schwer als Erkenntnisfindung zu bezeichnen. Da redet der Vordenker noch vor rund einem Monat davon, dass die Banken selbst abzuklären hätten, ob der Kunde seine Steuern im Heimatstaat bezahlt hat und wenig später plottert er daher, dass die Banken auf keinen Fall zu Steuerkontrolleuren werden dürften. "Ja. wat denn nu?" würde der Berliner fragen. "Einmal hin und einmal her, rundherum, das ist nicht schwer... heisst es in einem Kinderlied. Die Hauptsache ist, dass wir dem Volk wieder einmal zeigen können, dass wir dafür sind, dass wir dagegen sind. Und jetzt sind wir wieder einmal für eine völlig autarke Schweiz! Wir kündigen alle Verträge und schaffen's ganz alleine! (Und die Frau Martullo in Ems ist innerlich völlig zerrissen, die Arme und schaut hilflos dem Papa zu! Wohin soll sie nun Ihre Produkte liefern, sie hat doch nun mal nur das böse Ausland als Kunde? Ja, SVP-Mitglied muss schon sehr lustig sein, so auf der grünen Wiese.) Zum Appenzeller noch: "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich gänzlich ungeniert." Und das Gesicht hat der ja auch schon irgendwo in der Sahara verloren. Ruf ruiniert, Gesicht verloren, was will man da noch erwarten? Also muss die Partei selbst das Heft in die Hand nehmen, sonst verliert sie am Ende auch noch das Profil.
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